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BeitragVerfasst: 18.01.2023, 20:27 
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Hallo Feuertänzerin,

ich glaube zu verstehen, wo dein Problem liegt.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Mein Problem ist nur, dass ich deine tollen Erklärungen lese, denke, ach so, jetzt verstehe ich es! - und dann klappt es nicht. Irgendwas hakt, irgendwie scheint es mir nicht möglich zu sein, die Anweisungen zu befolgen, weil es wo anders spießt... Deshalb meine ich auch, alles Infos sind eigentlich da, wunderbar erklärt, aber irgendwie fehlt ein kleines Teil für mich. Irgendwie macht es nicht klick. Ich kriege nicht raus, was die "Geheimzutat" ist, damit die Rechnung aufgeht. #-o


In anderen Bereichen im Leben geht's mir oft genauso. Aber ich lass mich nicht unterkriegen. Und das solltest du auch nicht. :cheer:


Feuertänzerin hat geschrieben:
Wie zB, die U-Pins sollten möglichst lang sein und um Zug besser zu verteilen hilft es, mehr Pins zu verwenden.

Das ist so ein typisches Beispiel, wie unterschiedlich manche Sätze verstanden werden können ... #-o Also die U-Pins sollten nicht per se maximal lang sein, sondern, wenn sie deinen Alltagsdutt halten sollen, dann sollten sie den Durchmesser dieses Dutts haben. Soll heißen, für andere Dutts brauchst du andere Nutzlängen für die U-Pins.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Und meine Pins verkeilen sich im Dutt ineinander, noch längere würden das noch mehr tun und noch mehr Pins ebenfalls. Und durch das Verkeilen entsteht wieder Spannung und Spitzen die sich in die Kopfhaut drücken. Und dieses Problem wird nirgendwo erwähnt, also vermute ich, die anderen haben es nicht, weil sie schon von Anfang an etwas anders machen. :lol:
Sind das denn U-Pins in deinem Duttdurchmesser? Wenn die Spitzen in die Kopfhaut drücken, vermute ich, dass die U-Pins eher klein sind, vlt. so 6 cm? Solche hatte ich auch mal und habe sie später vertauscht. Aber selbst wenn sie klein sind, sollten es in dem Dutt allerhöchstens drei sein (es sei denn, dein Dutt ist seeehr groß), damit das von dir erwähnte Verkeilen gar nicht erst eintritt. Falls doch, wieder entfernen und neu stecken. Dabei wird zumeist auch der Dutt etwas lockerer und das Problem erledigt sich also. Sind das solche einfachen Haarnadeln oder U-Pins mit Schmuckteil? Und wenn letzteres, sind sie von Lillarose?


Feuertänzerin hat geschrieben:
Ich kann es zumindest so weit eingrenzen, dass mein Problem vermutlich irgendwo in der Physik des Steckens liegt. Es hat was mit der Hebelwirkung zu tun, die die Dutts fixiert.
Bei Forken sieht das so aus, am Bsp LWB: Ein Teil des Problems liegt in dem Schritt, wo eingefädelt, gegen die Steckrichtung Haare geholt und dann umgeklappt wird. Der zweite Teil darin, wie die Forke durch Basis etc geführt wird. Und der dritte Teil dort, wo die Forke auf der anderen Seite wieder über die Schlaufe geführt wird. So als würden die äußeren Haarschlaufen die Forke vorne und hinten so weit vom Kopf wegdrücken, dass der Mittelteil, wo die Zinken zwischen Ansatz und Basis gewebt werden müssen stark vom Kopf weg gezerrt werden. Das fühlt sich dann im Extremfall fast so an, als würde es mir die Haare dort ausreißen durch den Zug.
Je mehr (breitere Fläche) Ansatzhaare ich aufgenommen habe, um so stärker der Zug. Wenn ich nur wenig Ansatzhaare genau in der Mitte aufnehme, dann habe ich weniger Zug unterm Dutt, aber alles hängt an wenigen Strähnen, was dann weiter oben am Hinterkopf zieht.


Also wenn ich einen LWB mache, dann stecke ich eigentlich nie so, wie du es beschreibst. Das mit dem Kopfhauthaare von der Gegenseite aufnehmen, die Forke dann umklappen und durch die Frisur schieben mache ich eigentlich nur bei Frisuren wie der Banane oder anderen Frisuren mit getwisteten Schlaufen, wo ich auch nur Haare vom äußersten Rand der Frisur aufnehme, dann funktioniert das gut, aber nicht mit ganzen, noch dazu ungetwisteten Schlaufen, die sehr dick sind! Das, was du beschreibst, ist im Übrigen auch eine gute Stecktechnik für dünnbeinige Metall-U-Pins, aber Forken sind in der Regel viel dicker, da wundert es mich nicht, wenn es bei der Methode ziept.


Feuertänzerin hat geschrieben:
Wenn ich die Forke nicht webe sondern nur hinter dem Basisgewickel vorbeiführe oder nur durch das Basisgewickel, dann ziept nichts, aber der Dutt hält nicht. Wenn ich versuche, den ganzen Dutt so locker zu machen, dass dieser Zug nicht mehr passiert ist auch der Zug verschwunden, der den Dutt fixiert, es hält also nicht. Wenn ich versuche, die Forke schräg zu stecken, so dass sie schon in der Mitte des Basisgewickels wieder auftaucht, dann ziept es nicht, aber das Gewicht des Dutts ist einseitig auf dem Kopf gelagert.

Was meinst du mit weben? Immer abwechselnd Haare von der Kopfhaut und vom Dutt aufnehmen? Das mache ich eigentlich nie, das ziept mir zu sehr. Wenn du nur durch das Basisgewickel stichst, nicht darunter, muss der Dutt schon sehr fest gewickelt sein, damit es hält. Das mache ich nur bei zu kurzem Haarschmuck, der ansonsten nicht wieder aus dem Dutt austreten würde. Und es sind Forken mit mehr als zwei Zinken, für die zweizinkigen Forken nehme ich da lieber die Centerheld-Methode oder wickle einen Teil der Haare außen um den Dutt.


Feuertänzerin hat geschrieben:
Das Basisgewickel lockerer zu machen (oder die erste Windung fest, danach lockerer) ziept erst etwas weniger, sorgt aber dafür dass die Forke "kippt" und der Dutt etwas locker hängt und mit der Zeit immer weiter nach unten wandert und schlenkert. Ich hab das Gefühl, alle Stellschrauben die du und andere genannt haben hab ich ausprobiert, es hat zT geholfen und manche Probleme gelöst, aber bei dem Problem hier stecke ich fest. Mein Gehirn schafft eben das Klick nicht. :nixweiss:


Steckst du denn immer von der Wickelrichtung her, also wenn du nach links wickelst, steckst du von links und wenn du nach rechts wickelst, dann steckst du auch von rechts? Das ist wichtig, damit die Forke nicht absackt. Also ich habe so drei, vier Windungen nach der ersten Runde, da kann ich gut variieren. Du könntest nach Legen der Schlaufe einen Teil des Resthaares locker um die Basis legen, damit es nicht zu knubbelig aussieht und die andere Hälfte Resthaar fest um die Basis ziehen?

Ich steche die Forke eigentlich immer so im 45°Winkel in den Dutt, also schon leicht schief und bereits zur Basis hingeneigt. Dann gehe ich unter der Basis durch und nehme schon gleich ab Einstechen Haare von der Kopfhaut auf, möglichst, bis ich das Zentrum des Dutts mit dem Basisgewickel unterquert habe. Dann über die Schlaufenseite gegenüber wieder austreten lassen und fertig.

Wichtig finde ich noch, die Schlaufe nach dem Legen mit den Fingern immer noch mal im Resthaarstrang glatt zu striegeln, so dass die inneren Haare der Schlaufe genauso viel Spannung haben wie die an der Außenkante der Schlaufe. Wenn du die Schlaufe hingegen einfach so legst und dann gleich das Basisgewickel machst, dann wird die Schlaufe ungleichmäßig im Zug (auch wenn man das von außen vielleicht nicht gleich sieht) und dann ziept es entweder oder wird zu locker. Je dünner der Haarstrang beim Aufwickeln um die Basis wird, desto unwichtiger wird auch das Glattziehen nach dem Legen, aber bei der Schlaufe und bei der ersten Wicklung um die Basis mache ich das eigentlich immer so - also bei der lockereren Wicklung um die Basis, bevor der Rest fest aufgewickelt wird.

Ich hoffe, dass dir das weiterhilft. :knuddel:

Feuertänzerin hat geschrieben:
Apropos, was ich dir damals auch zu dem Thema schreiben wollte, falls es relevant ist: Ich erinnere mich, dass du mal in einem Überlängen-Thread (ich glaube Gemeinschaftsprojekt?), damals als Laireach die Haare zurückgeschnitten hat, einen langen Beitrag darüber geschrieben hast, wie man so stecken kann dass es bequem ist und klappt etc. Da waren für mich auch nochmal etliche hilfreiche Infos drinnen. Den Beitrag fand ich echt gut. Und ich glaube, Teile von dem was du da erklärt hast sind in diesem Thread "Wie stecke ich..." noch nicht erwähnt. Ist mir nur eingefallen und ich dachte, vielleicht interessiert dich der Einfall. :oops:


Danke für den Hinweis, das schaue ich mir bei Gelegenheit mal an und vergleiche, ob ich da noch was ergänzen kann. :D

Dir noch einen schönen Abend. :winke:

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 01.03.2023, 03:11 
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@schmunselhase: Herzlich willkommen! :) Danke, ich mag die Farbe auch sehr gerne. Und blau ist immerhin die richtige Richtung vom Farbtyp her. :lol:

@Fornarina: Diesmal wollte ich extra nicht gleich antworten, heureka schreien und ein paar Tage später wieder doof gucken. :lol: Sondern deine Tipps erstmal in der Praxis einige Tage austesten und beobachten. Und dann bekam ich Corona und war für eine Weile ziemlich aus der Bahn geworfen. Yey. Ich hoffe zumindest, dass ich keinen Haarausfall danach kriege. :oops: Aber inzwischen bin ich wieder einigermaßen bei mir.^^

Haha, okay, dass die Pins unterschiedliche Längen haben sollten höre ich hier zum ersten Mal. macht aber Sinn. :lol:
Dann sollte ich mir für eine hochgesteckte Zopfkrone vielleicht sogar die extra kurzen 0815-Pins kaufen, die mit 5 cm. :mrgreen:
Ich hab gerade getestet. Wenn ich einen Cinnamon mache sind meine Pins ungefähr Duttdurchmesser. 1-2 cm mehr würde vllt auch noch gehen, aber dann müsste ich mehr aufpassen, dass die Spitzen nicht wieder rausstehen. Meine Pins sind 8 cm lang, meine Scroos nur 6 cm. Es sind schmucklose schwarze, leicht gewölbte und gewellte Pins, deutlich stabiler als die Standard-U-Pins, hab ich zufällig mal bei Müller gefunden und sofort gekauft. Auf jeden Fall gehen sie deutlich über die Duttmitte hinaus.
Wenn ich so im Internet suche finde ich hierzulande auch nur Haarpfeile mit 9-9,5 cm (die heißen dann "Gloria"), das wäre auch nicht so viel Unterschied zu meinen, oder? Nur auf Etsy finde ich noch längere.
Ob die Spitzen in die Kopfhaut drücken hat vor allem mit dem Winkel beim Stecken zu tun. Also wenn ich die Nadel zB nur leicht schräg zur Kopfhaut hin stecke oder ganz gerade direkt an der Kopfhaut entlang führe, dann liegen die Enden natürlich auf der Kopfhaut auf. Wenn ich 1-2x webe versuche ich, dass die Spitzen am Ende in der Richtung vom Kopf weg zeigen, dann drückt es nicht. Zumindest, solange nicht eine spätere Nadel sie doch wieder nach unten drückt.
Wenn ich gar nicht webe nehme ich meist nur Teile vom Dutt auf, andere (Windungen zB) sind aber nicht gehalten/verbunden. Und ohne weben ist es schwieriger, gerade durch die Länge der Pins, dass die Spitzen nicht direkt in die Kopfhaut gepresst werden oder auf der Hinterseite wie Antennen mitten aus dem Dutt rausgucken.

Sollte man die Pins eigentlich am hinteren Ende so weit reinstecken bis die Biegung "ansteht"? Oder sollte man die Biegung lockerer lassen, 0,5-1 cm bevor sie ansteht "rausstehen" lassen und halt so weit von unter dem Dutt stecken, dass der Teil vom Haarstrang versteckt wird? Ich hab sie immer möglichst weit reingesteckt, aber vielleicht ist das auch ein Grund fürs Ziepen.

Das verkeilen / sich gegenseitig im Weg sein fängt aber schon mit der zweiten Nadel an und wird dann mit jeder mehr. Oder sollte man die Nadeln nicht "mitten" durch den Dutt führen? Immerhin begegnen sich dann alle im Mittelpunkt oder irgendwo auf der Strecke.
Mit weniger als 4 Nadeln bin ich bei einem Cinnamon bis jetzt noch nicht wirklich glücklich geworden. Es rutscht runter, es zieht an einzelnen Haarsträhnen, die Gewichtsverteilung ist asymetrisch. Mit vier, zwei von schräg oben, zwei von schräg unten, wie eine Windmühle, passt die Befestigung meistens soweit. Die Frage ist dann aber die Spannung bzw das Ziepen im Dutt.

Und wie macht man das dann bei einem Dutt wie Braided Beehive oder Rose Bun? Da heißt es in der Anleitung, nach jeder Windung wird der Strang mit Nadeln festgesteckt. Man hat zwei/drei Stränge die jeweils mindestens 3 mal umdrehen. Würde ich das einmal links, einmal rechts feststecken, damit der Strang bleibt wo er hingelegt wurde dann wären das insgesamt eigentlich 12-18 Nadeln...^^#

Wenn ich die Nadeln wieder rausziehe und neu stecke zerfleddert der Dutt mit jedem mal deutlich. Wenn ich das drei mal mache muss ich bei einem Cinnamon o.Ä. ganz von vorne anfangen, am besten sogar nochmal kämmen, damit es nicht verstrubbelt aussieht. Bei einer Frisur mit mehr Vorarbeit wie geflochtenen/gekordelten Zöpfen, getwistetem Ansatz etc ist das besonders ärgerlich, wenn ich nach drei Korrekturen aussehe, als würde ich schon einen ganzen Tag mit dieser Frisur herumlaufen. :( Das macht dann recht schnell keinen Spaß mehr.

Da du schreibst, man 2-3 Nadeln sollten normalerweise reichen - wenn also zB Eyebone davon schreibt, dass sie immer 10 Nadeln für ihre Frisur braucht, dann liegt das an ihrem Volumen und der Länge der Haare, ist aber eine Überlängen-Angabe, die man gar nicht als Orientierung verwenden sollte, wenn man weniger ZU und Länge hat, stimmt das so? Gleiches gilt für Nessas Videoanleitungen.
Ich hab immer den Eindruck, bei Videos mit Pins werden allgemein deutlich mehr Pins verwendet, aber wenn ich das nachmache hab ich das Gefühl, mein Dutt wird zum Nadelkissen. :lol:

Zum Thema Forken: Ich hab mir die Stecktechnik ursprünglich von Nessas Videos abgeguckt, das waren die ersten die ich kannte und auch sehr angenehm erklärt und vorgezeigt. Und sie betont immer mit ihren Stäben, dass man zuerst gegen die Steckrichtung einfädelt und dann umklappt. Ich wunder mich manchmal, bei ihrem dickem Haarstrang müsste sie durch die Hebelwirkung doch unglaublichen Zug auf ihrer Basis/Kopfhaut haben? Manchmal sieht es auch aus, als würde sie sehr viel Kraft aufwenden, um die Stäbe durch den Dutt durchzukriegen. Das muss doch wehtun? Ich versteh es nicht. ^^#

Meistens benutze ich eine große, vierzinkige Forke von 60th Street. Die hat relativ schmale und sehr glatte Zinken. Mit den Forken mit dickeren Beinen komme ich schlecht zurecht, entweder es ziept oder es rutscht oder beides zusammen.

Weben: Ja, ich führe die Zinken an der Kopfhaut entlang, dann heble ich sie ein paar mm von der Kopfhaut weg um ein paar Strähnen aus der Bais aufzunehmen, dann führe ich wieder an der Kopfhaut entlang, dann komme ich wieder nach oben (in einem möglichst flachem Winkel) und führe die Zinken über den Haarstrang auf der anderen Seite. Wenn ich es nur hinter der Basis vorbeiführe hält der Dutt nicht gut. Mit der vierzinkigen Forke geht es einigermaßen, mit Haarstäben fällt alles in wenigen Minuten auseinander oder sackt zumindest total ab. Es entsteht einfach keine Spannung, die den Dutt hält.
Auch bei einem Cinnamon muss ich weben, weil ich sonst nur die äußersten Windungen auf die Forke "gespießt" habe, die sich aber relativ leicht wieder lösen können. Die dicken Windungen in der Mitte hingegen würden sich Bee-Butt-mäßig nach außen drehen und abstehen, wenn ich die Forke nur dahinter vorbeiführe.

Rechts und Links herum usw sind hier möglicherweise wieder missverständliche Angaben. Ich wickle gegen den Uhrzeigersinn und stecke die Forke von rechts. Ist das so wie du meinst?
Ih hab auch schon versucht, die Forke von der anderen Seite zu führen, aber es fühlt sich für mcih einfach falsch an. Ich bin absolute Rechtshänderin.^^ Ich hatte den Eindruck, dass es ein bisschen länger hält, aber schwieriger zu stecken ist, also zB höhere Ziepgefahr. Unterm Strich macht es aber keinen gravierenden Unterschied von welcher Seite.
Wenn ich stramm wickle und die Zinken nur hinter der Basis vorbeiführe (nicht durch webe) und die meiste Zeit nur sitze, dann hält ein LWB von rechts gesteckt Daumen mal Pi 1,5 Stunden, von links 2 Stunden, bevor er anfängt, sich aufzulösen. Wenn ich unterwegs bin hält er weniger lang, durch die Bewegung.

Das Absacken der Forke passiert bei mir übrigens nur wenig wie bei einem Uhrzeiger. Dieses Problem habe ich nur, wenn alles viel zu locker ist. Es ist eher so, als würde die Uhr von der Wand kippen. :lol: Also, der obere Teil der Forke kippt nach außen, während der untere Teil näher am Kopf bleibt. Der Dutt fängt an abzurutschen und wird langsam zu einem "hängendem Beutel", im Extremfall liegt der dann im Nacken. Wenn ich Haarstäbe trage, dann fallen die nicht raus, weil sie nach rechts unten kippen, sondern weil sie so lose waagrecht im Beutel liegen, dass sie sich dann an der Schulter/Kragen rausschieben oder durch die Erschütterung der Schritte einfach rausgeschüttelt werden.

Fornarina hat geschrieben:
Wichtig finde ich noch, die Schlaufe nach dem Legen mit den Fingern immer noch mal im Resthaarstrang glatt zu striegeln, so dass die inneren Haare der Schlaufe genauso viel Spannung haben wie die an der Außenkante der Schlaufe.


Meinst du damit diese Bewegung, die ich schön öfters gesehen habe: Man legt den Haarstrang oben herum auf die andere Seite und anstatt weiterzuwickeln lässt man den Haarstrang lose hängen und lässt ihn ein paar mal durch die die Hand gleiten? Ich verstehe nicht ganz, wie das funktioniert. Der Einzige Effekt den ich davon hatte war mehr Frizz und Knoten, weil man den Haarstrang mehr herumwirft. Ich muss aber auch sagen, dass ich meistens bei LWB und co automatisch leicht twiste (einmal bei der Kurve rechts oben, einmal links wenn ich loslasse und neu aufnehme). Wenn ich das gar nicht tue ist es ein Glücksspiel, was der Dutt macht. Manchmal passt alles super, aber manchmal bekommt der Dutt keine Form und die Haare im Haarstrang fächern sich einfach irgendwohin auf, einzelne Strähnen bilden hervorstehende Schlaufen, andere sind festgezurrt etc. - und ich habe dann fast immer Haare die VOR der Forke liegen, weil sie beim Stecken nicht brav außen lagen. Wen ich etwas twiste bekommt das eine einigermaßen gleichmäßige Struktur, sieht ordentlicher aus und hält. Ich glaube, ich twiste auch immer automatisch die Längen, die ich um die Basis wickle ein wenig. Ich hab das Gefühl, das passiert automatisch durch die Kurven.
Denkst du, das löst das Problem mit unterschiedlicher Spannung innen und außen, weil die Haare ihre ihre Positionen wechseln? Oder denkst du, das könnte vielleicht sogar eine Ursache meines Problems sein?

Ich hab gerade ausprobiert, alles ungetwistet zu machen und die erste Basiswindung etwas lockerer, die danach fester zu machen. Viola - sofort hab ich eine Forke, die dazu neigt, wie ein Uhrzeiger rechts nach unten zu wandern. :lol: Und Haare, die nicht in den äußeren Schlaufen liegen bleiben, sondern vor die Forke wandern oder irgendwohin abstehen. XD

Vielen Dank für deine Geduld und Nerven! Ich bin echt sehr dankbar, dass du die Zeit und Mühe aufwendest, so ausführlich und detailreich zu erklären und dich mit noch so doofen Fragen auseinanderzusetzen. Das ist alles andere als selbstverständlich! :anbet: :bussi: :knuddel:

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*~ Ich lerne meine Haare kennen - auf gute Zusammenarbeit (>>TB) ~*


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BeitragVerfasst: 02.03.2023, 10:41 
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Hallo Feuertänzerin,

mir war schon klar, dass das alles erstmal sacken und ausprobiert werden musste.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Dann sollte ich mir für eine hochgesteckte Zopfkrone vielleicht sogar die extra kurzen 0815-Pins kaufen, die mit 5 cm. :mrgreen:
Ich hab gerade getestet. Wenn ich einen Cinnamon mache sind meine Pins ungefähr Duttdurchmesser. 1-2 cm mehr würde vllt auch noch gehen, aber dann müsste ich mehr aufpassen, dass die Spitzen nicht wieder rausstehen. Meine Pins sind 8 cm lang, meine Scroos nur 6 cm. Es sind schmucklose schwarze, leicht gewölbte und gewellte Pins, deutlich stabiler als die Standard-U-Pins, hab ich zufällig mal bei Müller gefunden und sofort gekauft. Auf jeden Fall gehen sie deutlich über die Duttmitte hinaus.


Nein, um Gottes Willen, nicht extra kurze U-Pins kaufen! [-o< Ich überlege gerade verzweifelt, wo ich so etwas geschrieben hatte. #-o Die langen sind immer besser, solange sie nicht total überstehen. Man muss sie ja, wenn man jetzt bei Dutts die erste Runde damit fixiert wie z.B. beim Cinnamon, ja auch gar nicht bis zum Anschlag einschieben, wenn sie dann über der ersten Runde am Ende überstehen sollten, sondern nur soweit, wie die Runde breit ist. Dann steht zunächst eben etwas vom Anfang über, und wenn du dann die zweite und dritte Runde legst, dann kannst du die Zinken von den U-Pins weiter bis zum Anschlag durch die erste Runde schieben, so dass die Zinken dann von innen die zweite Runde halten. Auf diese Weise brauche ich für den gewöhnlichen Cinnamon eigentlich nur 3 U-Pins. Dann brauch ich vielleicht noch eine Haarklemme, um den Haarrest zu fixieren, weil ich den in dem Fall dann nicht mehr direkt die Basis klemmen kann, aber selbst dort würde eine vierte U-Pin von außen es auch tun, dann liegt er eben nur unter der letzten Runde. Dieses Nach- und Nach-Einschieben der Haarnadeln, mach ich beim Ultimate Cinnamon Bun so. Länger ist immer besser als kürzer, damit es besser hält, solange es nicht generell über den Dutt hinaussteht, und selbst in dem Fall kann man die Wölbung der Spitzen oder der U-Pin generell anpassen, so dass die Spitzen in den Kopfhaaren verschwinden.

Es besteht außerdem ein himmelweiter Unterschied zwischen Frisuren wie Dutts, die auf dem Kopf einen verhältnismäßig kleinen Raum einnehmen, und kopfumspannenden Frisuren wie einer Zopfkrone! Gerade bei der Zopfkrone schiebe ich die Haarnadeln auch nie quer zum Zopf, sondern entgegen der Legerichtung des Zopfes in die Haare, also ziemlich länglich diagonal. Das bringt wirkungsmäßig viel mehr, weil der Zug des Zopfes ist ja wieder zurück zur Basis und den muss man beim Stecken konterkarieren. Wenn quer, dann sind es Haarklemmen, die ich für Zopfkronen sowieso viel effektiver halte, weil sie den Zopf am Kopf antackern. Sowas kann eine U-Pin gar nicht leisten, wenn es in der Nähe keine Zopfgummibasis, einen geflochtenen Franzosen oder Holländer o.ä. gibt. Also die U-Pins, die kommen deshalb bei mir eher in Dutts.


Feuertänzerin hat geschrieben:
Ob die Spitzen in die Kopfhaut drücken hat vor allem mit dem Winkel beim Stecken zu tun. Also wenn ich die Nadel zB nur leicht schräg zur Kopfhaut hin stecke oder ganz gerade direkt an der Kopfhaut entlang führe, dann liegen die Enden natürlich auf der Kopfhaut auf. Wenn ich 1-2x webe versuche ich, dass die Spitzen am Ende in der Richtung vom Kopf weg zeigen, dann drückt es nicht. Zumindest, solange nicht eine spätere Nadel sie doch wieder nach unten drückt.


Ich finde es bei den Nadeln gerade gut, dass man da gar nix weben muss. Die sind ja eigentlich genau dafür konzipiert, dass man nur eine bestimmte Region damit zum Halten bringt und nicht den ganzen Dutt. Man nimmt einfach ein paar Haare von außen auf, setzt dann eventuell mit den Spitzen noch mal in die Gegenrichtung zurück, so wie du das bei der Forke beschreibst, klappt die Nadel dann um und schiebt sie direkt an der Kopfhaut entlang. Je weniger Haare man am Anfang aufgefädelt hat und je eher und je enger sie an der Kopfhaut liegt, desto bequemer sitzt die Nadel. Und bei Scroos nimmt man ja sowieso automatisch Haare im Volumen der Scroo auf, kann also gleich an der Kopfhaut anfangen. Ich frage mich gerade, ob du hier Forkenstecktechnik mit der für Nadeln verwechselst.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Sollte man die Pins eigentlich am hinteren Ende so weit reinstecken bis die Biegung "ansteht"? Oder sollte man die Biegung lockerer lassen, 0,5-1 cm bevor sie ansteht "rausstehen" lassen und halt so weit von unter dem Dutt stecken, dass der Teil vom Haarstrang versteckt wird? Ich hab sie immer möglichst weit reingesteckt, aber vielleicht ist das auch ein Grund fürs Ziepen.


Nee, ich glaube das Ziepen kommt daher, dass du beim Schlaufenlegen den Haarstrang nicht richtig vorbereitest oder legst, doch dazu später. Aber natürlich kommt es auch auf die Stecktechnik an. Die Nadeln oder Scroos nehme ich nur bei Frisuren, wo ich den Haarstrang entweder twiste oder aber geflochten habe, dann kann man sie ohne Not bis zum Anschlag in die Frisur schieben, ansonsten wären Nadeln oder auch Scroos zu schwach, um z.B. ungetwistete LWB-Schlaufen zu halten; da müsste immer was vom Anfang überstehen, damit die Schlaufe nicht über die Nadel rutscht; so lang sind die Teile ja aber gar nicht und toll aussehen tut es auch nicht. :ugly: Falls man für LWBs oder Wickeldutts doch extra Sicherung braucht, würde ich dafür immer Bobby Pins, also Haarklemmen, nehmen, nie offene Nadeln, es sei denn, ich mache einen Haargummi in die Quaste, nachdem ich den Dutt gelegt habe. Und für die Hauptarbeit gibt es Forken und Stäbe. Und ich nehme bei den Flecht- oder Twistfrisuren immer nur ein paar Haare der äußeren Windung der jeweiligen Runde auf, und dann kommen die Zinken direkt an den Kopf und bleiben dort auch, nicht erst eine Weile von oben schräg durchs Haar schieben; hatte ich sowas in der Art geschrieben oder woher hast du das? Das geht nur bei längeren und vor allem stabilen Forken, weil die später noch genügend Zeit und Platz für Kopfhautkontakt haben - und den braucht man immer. Je kürzer und schwächer die Haarnadel, desto enger und länger sollte sie am Kopf anliegen.

Wenn doch mal eine Nadel drückt, dann kann man auch eine andere untendurch schieben, so dass die Spitzen der drückenden Nadel von der Kopfhaut weggehalten werden. Mache ich manchmal bei zu kurzen Steckkämmen, damit mich die Spitzen nicht drücken. Die Nadeln schiebe ich dann quer zur Nadelrichtung der drückenden Nadeln rein - und kurz vor deren Ende, so dass sie auch wirklich an der Stelle hochgehoben werden und die Spitzen nicht mehr die Kopfhaut berühren. Gibt der Frisur auch noch zusätzlichen Halt.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Mit weniger als 4 Nadeln bin ich bei einem Cinnamon bis jetzt noch nicht wirklich glücklich geworden.
Mehr als vier braucht man bei unserer Haarlänge aber auch nicht. Hast du dir mal mein Video zum Cinnamon angesehen, wo ich den mit Scroos mache? Sorry, dass ich immer auf meine Videos komme, aber ich kenn sonst auch keins, wo man das gut sehen kann. So wie mit Scroos kann man den auch mit den Haarnadeln machen. Also nicht alle von außen, sondern zwei für die innere Runde und zwei für die äußere. Die innere Runde hält die äußere ja auch, danach braucht man nicht mehr allzu viele Nadeln für den Rest, wenn die Haare nicht so lang sind.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Und wie macht man das dann bei einem Dutt wie Braided Beehive oder Rose Bun? Da heißt es in der Anleitung, nach jeder Windung wird der Strang mit Nadeln festgesteckt. Man hat zwei/drei Stränge, die jeweils mindestens 3 mal umdrehen.


Also wenn du den Rosebun nicht mit drei Kordeln machst, dann brauchst du für den auch nicht mehr Nadeln als für den Cinnamon. Beim Beehive brauchst du für jede Runde vielleicht drei Nadeln - und da meine Nadeln sehr lang sind, mache ich es dann so, dass ich, wenn ich eine neue Runde lege, die Nadeln von der Vorrunde nach und nach wieder rausziehe und durch zwei Runden schiebe - kann man ja während des Rundenlegens nach und nach machen. Dann braucht man nicht so viele Haarnadeln. Ich hab mal hier meinen Beitrag aus dem vorletzten Frisurenprojekt rausgekramt: 6 Haarpfeile habe ich für den Spaß gebraucht, sind auch nicht viel mehr als für den Cinnamon, wenn richtig platziert.

Wie Eyebone das mit ihren Frisuren handhabt, habe ich im Detail nicht in Erfahrung gebracht. Wenn sie damit so zufrieden ist und nicht nachfragt, werde ich da auch nicht nachhaken. ;) Kommt natürlich auch auf die Frisur an, aus wie vielen Komponenten sie besteht und wie sie gemacht wurde. Bei der Länge von meinen U-Pins sollte Eyebone für den Cinnamon oder Flechtdutt maximal 3 Nadeln mehr brauchen als ich, wenn sie genauso steckt wie ich. Zu den Videos, in denen Haarnadeln verwendet werden, sag ich jetzt mal nix, da es da ganz unterschiedliche gibt. [-(

Feuertänzerin hat geschrieben:
Ich hab mir die Stecktechnik ursprünglich von Nessas Videos abgeguckt, ... bei ihrem dickem Haarstrang müsste sie durch die Hebelwirkung doch unglaublichen Zug auf ihrer Basis/Kopfhaut haben? Manchmal sieht es auch aus, als würde sie sehr viel Kraft aufwenden, um die Stäbe durch den Dutt durchzukriegen. Das muss doch wehtun? Ich versteh es nicht. ^^#


Nessa hatte vor ca. zwei Jahren ihre Haare von Knie auf Mitte Oberschenkel kürzen lassen, weil sie vom Dutten öfters Kopfschmerzen bekam. Man kann beim Dutten Kopfschmerzen bekommen, wenn man stetig sehr straff duttet und dabei immer geraden Haarschmuck, also Stäbe und Forken ohne Kopfwölbung, benutzt. Sie benutzt ja meist (zumindest in ihren Videos) Schmuck von Senza Limiti, und da sind die KPOs und Stäbe aus Holz immer gerade. Ich erinnere mich, dass es mal eine Anfrage gab, ob man die Stäbe bei den KPOs nicht auch leicht gewölbt herstellen und einarbeiten könnte, das wurde von der Firma jedoch abschlägig beschieden.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Weben: Ja, ich führe die Zinken an der Kopfhaut entlang, dann heble ich sie ein paar mm von der Kopfhaut weg um ein paar Strähnen aus der Basis aufzunehmen, dann führe ich wieder an der Kopfhaut entlang, dann komme ich wieder nach oben (in einem möglichst flachem Winkel) und führe die Zinken über den Haarstrang auf der anderen Seite. Wenn ich es nur hinter der Basis vorbeiführe hält der Dutt nicht gut. Mit der vierzinkigen Forke geht es einigermaßen, mit Haarstäben fällt alles in wenigen Minuten auseinander oder sackt zumindest total ab. Es entsteht einfach keine Spannung, die den Dutt hält. Auch bei einem Cinnamon muss ich weben, weil ich sonst nur die äußersten Windungen auf die Forke "gespießt" habe, die sich aber relativ leicht wieder lösen können. Die dicken Windungen in der Mitte hingegen würden sich Bee-Butt-mäßig nach außen drehen und abstehen, wenn ich die Forke nur dahinter vorbeiführe.


Was heißt, auch bei einem Cinnamon :?: Ich glaube, du behandelst hier ganz verschiedene Arten von Frisuren gleich, die nicht gleich behandelt werden dürfen und ich glaube, da liegt der Fehler. Ein Cinnamon erfordert eine ganz andere Stecktechnik als ein Kelte oder LWB, das sind drei völlig unterschiedliche Dutt-Kategorien: Cinnamon ist ein Spiraldutt, der von innen nach außen verläuft, der LWB einer mit einer Schlaufe, die außen rum liegt und unten gehalten werden muss, der Kelte wiederum ist ein Knotendutt, da braucht man gar nicht so viel zum Halten.

Für Schlaufendutts: Die Forke sollte gleich nach dem Einstecken in die Schlaufe - oder nur wenig später - an die Kopfhaut kommen, und dort die ganze Zeit des Durchschiebens über bleiben, bis sie die andere Schlaufe oder das Dutt-Ende erreicht hat, wo sie wieder herauskommen soll. Haare vom Basisgewickel braucht man nicht extra auf die Spitzen aufzuweben, die werden ja gerade dadurch "in die Zange genommen", indem die Forke die Schlaufe(n) niederhält und dann von unten gegen das Basisgewickel drückt. Und das geht auch mit Haarstäben. Wenn das bei dir nicht hält, dann ist möglicherweise die Schlaufe zu groß, um den Rest effektiv unten zu halten.

Für Spiraldutts: Da liegt das Spannungszentrum genau in der Mitte und da muss man auch ansetzen, egal ob mit Forke, Stab, oder Nadeln. Dann geht man z.B. beim Cinnamon vom Zentrum nach außen, mit Forke und Stab in einer Linie, mit Nadeln eben kreisum. Man fädelt mit Forke oder Stab zunächst den Teil der innersten Runde auf, der möglichst unmittelbar aus der Basis kommt. Dann geht man direkt an die Kopfhaut und lässt Forke oder Stab dann in der letzten oder den beiden letzten Runden wieder austreten. Aber nie von Außen nach Außen durch den Dutt gehen! Dasselbe gilt für Flechtdutt oder Rosebun. Da könnte ich dir ein Video verlinken, wo man gut sieht, wie der Beebutt-Effekt eintritt.

Für Knotendutts: Da braucht man eigentlich nur die Windung niederhalten, deren Lösung ansonsten zur Auflösung des Knotens führen würde. Das wäre beim Kelten die kleine Schlaufe. Auf der anderen Seite des Dutts müssen nur ein paar Haare auf den Stab oder die Forke aufgefädelt werden. Ist die kleine Schlaufe klein genug, reichen da auch Haarklemmen oder U-Pins.

Aber bei allen dreien wird der Haarschmuck vollständig unter der Basis durchgeschoben, ohne dass da extra was aufgewoben werden muss. Dieses Weben braucht man eigentlich nur, wenn man jetzt Spiraldutts von außen nach außen mit einer Forke oder einem Stab zum Halten bringen will. Finde ich persönlich aber etwas umständlich. Ich hab aber hier auch mal ein Bild gesehen, da hat eine Userin erklärt, dass sie den Cinnamon mit zwei Haarstäben hält. Den ersten schiebt sie quer durch alle Windungen oberhalb der Basis, und mit dem zweiten geht sie in die äußere Runde, dann unter der Basis durch und dann zur äußeren Runde auf der anderen Seite wieder raus. Finde ich genial und werde ich auch mal probieren. Auf diese Weise ließe sich auch ein Rosebun oder ein Beehive gut fixieren, ohne dass man da extra was brauchen würde, vorausgesetzt, der Beehive ist nicht allzu groß und gewölbt, denn dann bräuchte man zwei gleiche, gewölbte Forken und sowas habe noch nicht mal ich bzw. müsste ich mir bauen (lassen). Aber das Prinzip ist schon genial. :idee:

Feuertänzerin hat geschrieben:
Rechts und Links herum usw sind hier möglicherweise wieder missverständliche Angaben. Ich wickle gegen den Uhrzeigersinn und stecke die Forke von rechts. Ist das so wie du meinst?
Ich hab auch schon versucht, die Forke von der anderen Seite zu führen, aber es fühlt sich für mich einfach falsch an. Ich bin absolute Rechtshänderin.^^


Ja, genau das meinte ich. Du müsstest in dem Fall auch von links stecken. Hast du mal versucht, nach rechts hin zu wickeln? Dann könntest du ja auch von rechts stecken. Oder du drehst den gesamten Dutt eine Vierteldrehung nach rechts, wenn du ihn fertiggewickelt hast, dann hebt diese Drehung die Wickelrichtung gegen den Uhrzeigersinn wieder auf. Kann man alles üben. Ich kann beides und ja, es macht einen Unterschied, ob ich gegen die Wickelrichtung stecke oder entlang derselben.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Es ist eher so, als würde die Uhr von der Wand kippen. :lol: Also, der obere Teil der Forke kippt nach außen, während der untere Teil näher am Kopf bleibt. Der Dutt fängt an abzurutschen und wird langsam zu einem "hängendem Beutel", im Extremfall liegt der dann im Nacken.


Das Phänomen kenne ich von zu schmalen, aber stark gebogenen Forken, die verhalten sich wie gebogene, runde Stäbe und kippen gerne zusammen mit dem Dutt nach unten. In dem Fall ist es besser, das Broschenprinzip anzuwenden. Da ist die Nadel häufig im oberen Drittel der Brosche, damit nämlich die Brosche am Kleid auch bei wenig Busen nicht nach vorne/unten kippt. Und so muss man dann auch die Forke weiter oben in den Dutt schieben, wenn das von der Größe her passt. Wenn du aber die Stecktechnik etwas modifiziert hast, erledigt sich dieses Problem möglicherweise von selbst. Ansonsten bräuchtest du beim Broschenprinzip evtl. unten noch ein, zwei Haarklemmen oder Haarnadeln.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Fornarina hat geschrieben:
Wichtig finde ich noch, die Schlaufe nach dem Legen mit den Fingern immer noch mal im Resthaarstrang glatt zu striegeln, so dass die inneren Haare der Schlaufe genauso viel Spannung haben wie die an der Außenkante der Schlaufe.


Meinst du damit diese Bewegung, die ich schön öfters gesehen habe: Man legt den Haarstrang oben herum auf die andere Seite und anstatt weiter zu wickeln, lässt man den Haarstrang lose hängen und lässt ihn ein paar mal durch die die Hand gleiten? Ich verstehe nicht ganz, wie das funktioniert. ... aber manchmal bekommt der Dutt keine Form und die Haare im Haarstrang fächern sich einfach irgendwohin auf, einzelne Strähnen bilden hervorstehende Schlaufen, andere sind festgezurrt etc. ich twiste auch immer automatisch die Längen, die ich um die Basis wickle ein wenig. Ich hab das Gefühl, das passiert automatisch durch die Kurven.
Denkst du, das löst das Problem mit unterschiedlicher Spannung innen und außen, weil die Haare ihre ihre Positionen wechseln? Oder denkst du, das könnte vielleicht sogar eine Ursache meines Problems sein?


Nein, nicht einfach durch die Hand gleiten lassen, das funktioniert vielleicht bei 1a-Flutschehaaren, nicht aber bei 2er-Strukturen oder deiner 3a-Struktur. :lol:. Wenn der Haarstrang nach der Wicklung einer Schlaufe an einer Seite herunterhängt, dann muss man ihn mit den Finger durchgehen, man kämmt ihn also grob durch. Dadurch verzieht sich die frisch gelegte Schlaufe genauso, dass die inneren Haare in der Runde kürzer werden als die äußeren in der Runde. Das Twisten, wie du richtig bemerkt hast, kann das etwas ausgleichen, weil dann jedes Haar mal außen und mal innen ist. Ich mag Twisten in Dutts, wo das nicht sein muss, aber nicht so, weil es mir ziept und Länge frisst, die ich anderswo brauche. Du müsstest dann auch twisten, während du die Runde legst, damit es gleichmäßig wird, nicht davor oder danach. Dadurch ist im Haar aber weniger Platz, um die Forke durchzuschieben - es kann anstrengend werden - also man müsste dann wieder entsprechend locker twisten. Du schreibst ja, dass du beim Kurvenlegen automatisch twistest, das mache ich so nicht. Nur gelegentlich twisten, kann sogar ein essentielles Problem sein, weil du vielleicht in dem Bereich genau das Gegenteil von dem bezweckst, was du erreichen möchtest. So ähnlich, wie Leute beim Rosebun die Kordel nach innen getwistet um die Basis legen, dann troddelt sich das Zentrum wieder auf. Dabei muss die Kordel nach außen getwistet sein wie beim Cinnamon der Strang, den kannst du auch nicht nach innen getwistet um die Basis legen, wenn du dir keinen abbrechen willst. Also wenn twisten, dann nach außen hin und durchgängig über den gesamten Strang, der zum Dutt gelegt wird. Basisgewickel ist egal und ungetwistet sogar besser, da die Haare in dem Fall besser ineinander liegen. Aber nie mal dort twisten, dort aber nicht.

Ich weiß, dass sich manche Schlaufen (z.B. im Chamäleon Bun die untere) gerne automatisch verdrehen, sobald man die Hand rauszieht, da passe ich auf. Also ich ziehe mir lieber die Schlaufe ordentlich durch Fingerkämmen in Form, bevor ich weiterwickle, dann sieht es bei mir am ordentlichsten aus und ziept auch nicht. Hier hab ich ein Video gedreht (mache und erkläre ich in ganz vielen, weil ich das Fingerkämmen wirklich wichtig finde), wo man das gut sieht, wie ich das mache - und wie ich die Forke stecke.

Dir noch eine schöne Restwoche! :)

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 24.03.2023, 20:09 
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Hallo Fornarina. :)

Du hattest nur geschrieben, dass die Behauptung "Länger ist immer besser" falsch ist und durchaus auch mal kürzere Pins benötigt werden können.
Dass ich für eine Zopfkrone dann vielleicht extra kurze nehmen sollte war meine Überlegung als Folge davon. Weil ich bei gesteckten Zopfkronen immer das Problem habe, dass die Zöpfe durch Taper schmal werden und dann gibt es noch die Kopfbiegung...und dann stehen die Nadeln überall raus oder ich muss wieder weben/gegensteuern um die Beinchen wieder in den Zopf zurückzubekommen und dann ziept es weiter vorne. Also dachte ich, vielleicht ist die Lösung des Problems ja, zB auf 20 cm Länge statt 2x 7cm-Nadeln 3x 5cm Nadeln zu verwenden. War nur ein Gedanke.
Ich hab die Nadeln immer parallel zum Zopf gesteckt, also so, dass sie unter/im Zopf verschwinden. Sonst stehen da definitiv "Antennen" raus. Ich habs noch nie geschafft, Nadeln im glatten "Haaransatz" zu verstecken. Aber meine Technik führt wohl auch dazu, dass die Zöpfe mit der Zeit der Schwerkraft folgen und nach unten abrutschen - egal in welche Richtung ich die Nadeln stecke. Nur ein Stück, so viel die Nadeln eben erlauben. Aber im Nacken liegen sie dann recht locker und oben am Kopf fangen sie an, an den Nadeln zu ziehen.

Bobby Pins sind leider gar keine Option bei mir - maximal kann ich damit ein paar Nackenfusseln feststecken. Ich kann die nicht richtig benutzten, möglicherweise wegen meiner dicken Finger und weichen Fingernägel, keine Ahnung. Ich kann sie jedenfalls nicht "aufmachen". Und das führt dazu, dass ich mir mit jeder einzelnen Bobby Pin beim Rausziehen reihenweise Haare abreiße. Die sind bei mir tabu.
Deshalb bin ich ja auch so interessiert daran, U-Pins möglichst gut zu beherrschen um zu gucken, wo man die überall statt Bobby Pins einsetzen kann.^^

Wenn ich Zopfkronen mit Nadeln nicht schmerzfrei hinkriege kann ich halt nur welche flechten oder mit einem Band festnähen, das geht auf jeden Fall. :) Es ist nur etwas umständlicher.

Haha, danke für den Tipp, die Nadeln in der ersten Runde von Cinnamon-ähnlichen Frisuren nur halb durchzuschieben. Eigentlich total logisch, aber ich bin noch nie darauf gekommen. :lol:

Ja, ich hab ganz sicher Forkentechnik für Nadeln verwendet - oder umgekehrt. UND ich hab bei den Forken ja auch immer gewebt. :lol: Abgesehen davon natürlich, dass ich bei einer Nadeln nie überstehende Enden benutze, um etwas unten zu halten, wie bei einer Forke. Aber die Führung der Beinchen hab ich eigentlich gleich gemacht. :oops:

Ich hab den Eindruck, gängige Wickeldutts mit Nadeln funktionieren ohnehin nicht gut. Die funktionieren ja genau durch den Überstand von Stab oder Forke, der die Schlaufen niederhält, wie ein Riegel. Also ich hab es geschafft, mit etlichen Nadeln so einen Dutt zum halten zu bringen, aber DAS war dann halt wirklich ein Messy Dutt *brr*.

Ich vermute inzwischen, mein Ziepen bei Pins kommt u.A. davon, dass ich zu weit weg von der Kopfhaut arbeite (neben dem Weben). Weil ich immer das Gefühl habe, es würde den Dutt nicht greifen/halten, und dann nehme ich vermutliche einen zu dicken Strang außen auf. Und wenn ich dann Haar vom Ansatz aufgefädelt und umgeklappt habe, dann hab ich schon einen halben Zentimeter Höhenunterschied an dieser Stelle und entsprechende Spannung. Vermute ich. :roll:
Bisher hab ich Schnecken immer von außen durch festgesteckt, also erst wenn die Schnecke schon fertig war. Und da hatte ich das Problem, die mittleren Windungen schwer auf die Nadel zu kriegen - so dass die dann gerne raushingen oder abwanderten. Aber vielleicht liegt der Fehler eben daran, dass ich schon nach der ersten Windung eine Nadel halb reinstecken sollte, dann hab ich die inneren Windungen schon direkt fest und spieße die nächste Windung einfach mit auf die überstehende Nadel, sozusagen.

Das mit dem "schräg reinstecken" hast du bezüglich Forke geschrieben. Dass du da eher nicht mit Umklappen arbeitest, sondern sie in einem flachen Winkel einsteckst und wieder austreten lässt.
Sorry wenn ich da die Themen mit Forken und Pins durcheinandergewürfelt habe. Ich hab tatsächlich immer angenommen, dass Forken und Nadeln ziemlich ähnlich funktionieren, nur arbeiten die Forken auch mit Überstand und die Nadeln sind "Mini-Forken" die mit Anzahl arbeiten. :roll:

Bez Eybone und anderen: Schon klar, dass du da die Details nicht kennst. Es ging mir nur darum, dass ich öfters von höheren Zahlen gelesen habe und dann einfach angenommen habe, Nadeln verwendet man grundsätzlich so: Für jede Frisur mit Nadeln benötigt man eine ganze Handvoll Nadeln. Damit es hält, das Gewicht gut verteilt ist etc.^^ Von Hochsteckfrisuren beim Friseur über Youtube-Tutorials bis hin zu Anekdoten und Situationen in Geschichten: Fast überall wo Haarnadeln vorkommen stoßt man auf das Bild, dass die Frauen massig Nadeln in den Haaren haben. Das sollte ich aber vielleicht nicht so allgemeingültig als Wahrheit annehmen. :mrgreen:

Und jap, ich habe für alle Dutts die gleiche Stecktechnik benutzt - oder es zumindest versucht. Ich hatte nie den Eindruck gewonnen, von Anleitungen etc, dass es unterschiedliche Techniken gibt. Höchstens noch Centerhold und "normal". Ich glaube, da bin ich was Größerem auf der Spur. :lol:
Das erklärt einiges.... (und dieser ganze Absatz über die unterschiedlichen Arten von Dutts und den entsprechenden Steckvarianten wäre vielleicht auch ein guter Beitrag im dem Thread darüber, wie man Forken etc benutzt. Das habe ich nämlich wirklich noch nie erklärt gesehen oder gehört.)

Ich hab inzwischen auch herausbekommen, wie das funktioniert mit der Forke bei Wickeldutts entgegen der Drehrichtung. Ich kann sie jetzt von links stecken, nur unter der Basis durchführen und es hält besser und ziept weniger. Ich musste dafür aber die Schlaufen kleiner machen, wie du hier erwähnt hast. Ich hab die nämlich mit der Zeit immer größer gemacht, damit ich weben konnte ohne extrem viel Spannung aufzubauen. Ohne weben war es dann natürlich viel zu locker. Aber ich glaube, zumindest diesen Teil habe ich jetzt raus. Ich kriege immer noch teilweise Kopfschmerzen wenn ich es den ganzen Tag trage, aber es ist bequemer und wesentlich einfacher und hält gut. Bisher. :lol:
Vielen Dank dafür! :cheer:

Das was du beschreibst, den Haarstrang glatt zu striegeln, damit die Haare sich an die Kurven anpassen, das ist bei mir etwas problematisch. Da habe ich gerade die Haare schön glatt gekämmt, sie liegen möglichst brav parallel, und ich kann sie wickeln. Wenn ich sie dann mit den Fingern durchkämme, dann pluster ich sie wieder auf, bringe sie durcheinander, kriege Knoten und Frizz. Bzw sind sie durch die Bewegung der ersten Schlaufe auch schon wieder verheddert und ich verhake mich dann in lauter Verhedderungen (es sind keine Knoten, aber die unterschiedlich gekräuselten Einzelhaare verhängen sich sofort ineinander sobald sich der Strang bewegt.) Vielleicht sind sie dafür nicht glatt genug. Aber ich werde es im Kopf behalten und auch da gucken, ob ich eine Technik für mich herausfinde. :mrgreen:

Ich glaube aber, das mit dem leichten Twisten klappt meistens ganz gut bei mir. Ich twiste immer während ich die Kurve lege, auch beim Cinnamon (also ich twiste keinen geraden Strang und lege ihn später um die Kurve). Und eben auch beim LWB u.Ä. Während ich den Strang nach oben lege wird er gedreht und um 180° verdreht (oder so) abgelegt. Das passiert fast von selbst. Während ich den Strang aufnehme und die Drehung beginne ist meine Hand am Handgelenk angewinkelt, während ich den Strang nach oben lege klappe ich meine Hand nach hinten und der Daumen zeigt in die Richtung, in die der Strang verläuft - und schon habe ich den Strang um 180° gedreht.
Dann lasse ich ihn los und greife ihn von der anderen Seite und er wird wieder um 180° gedreht während er um die andere Biegung geführt wird. In dem Fall liegt der Daumen erst außen und die Bewegung mit der der Strang geführt wird ist eine "horizontale" Drehung der Hand, mit der der Daumen nach innen gedreht wird.
Und dann drehe ich ein-zweimal mit nach oben gerichtetem Strang mit kreisendem Handgelenk um den Zeigefinger, weil der Strang jetzt dünner ist und die Kurve enger, und das wird die erste halbe Umdrehung vom Basisgewickel.

Die Richtung in die ich twiste ist die gleiche wie beim Cinnamon, also in Gegenrichtung zur Wickelrichtung, nur viel viel lockerer als beim Cinnamon. Wenn ich das nicht mache habe ich keinen ordentlichen Strang sondern immer Haare auf Abwegen, die sich lieber kräuseln und aufstellen wollen als in einem großen Bogen außenrum zu liegen. :roll:
Aber vielleicht sollte ich das Twisten beim Basisgewickel besser sein lassen oder zumindest weniger machen. Sie sind dann zwar besser händelbar, aber es strapaziert sie evtl auch mehr und erzeugt vielleicht zusätzliche Spannung bei der Forke, weil alles weniger flexibel ist.

In deinem Video zum Pariah Bun machst du dieses ganz leichte Twisten mit der Hauptschlaufe auch. Es passiert einfach automatisch durch die Bewegung des Handgelenks. Würdest du nicht twisten müsste am Ende der Schlaufe dein Zeigefinger oben und am Ansatz liegen und der kleine Finger unten und weiter vorne. Das ist nur anatomisch ziemlich schwierig. XD Man sieht es auch später deutlicher, als du dann das Basisgewickel machst, dass die Haare in der Hauptschlaufe leicht schräg nach rechts verlaufen, das Basisgewickel hingegen ist nicht getwistet. Und genau diesen Twist mache ich bei jeder Kurve, also bei jedem Umgreifen.

Auf jeden Fall habe ich jetzt ein TONNE neuer Informationen mit denen ich eine ganze Weile experimentieren kann! Und möglicherweise waren da genau die Basisinformationen dabei, von denen ich ahnte, dass sie mir fehlen: Nadeln werden ganz anders gesteckt als Forken. Und unterschiedliche Dutts brauchen komplett unterschiedliche Stecktechniken mit der Forke, nicht nur Abwandlungen der gleichen Technik. Und alle Schneckenfrisuren, besonders mit Nadeln, von "innen nach außen" stecken, nicht von außen wenn die Schnecke fertig ist.
Es war noch viel mehr hilfreiches dabei, aber das Genannte sind möglicherweise die Schlüsselinformationen. :fruechte:

Vielleicht tickt mein Kopf da anders und für andere ist das alles klar...aber ich frage mich ehrlich, warum es im Internet reihenweise Flechtanleitungen gibt, wo ganz genau der Verlauf der Stränge erklärt wird und die verschiedenen Techniken gegenübergestellt werden, oder Dutts, bei denen der Verlauf der Stränge kunstvoll demonstriert wird oder auch Ausführungen, was genau haarschonendes von haarschädigendem Werkzeug und Schmuck unterscheidet. Aber scheinbar niemand je auf die Idee kommt, solche Infos über die Stecktechniken so detailliert aufzuzeichen oder zu erklären. Auch in Zusammenhang zueinander, im Vergleich, die Unterschiede. Das was du mir hier gerade aufgeschlüsselt hast. Das sind wirklich Dinge, die ich noch nie gehört habe in den 2,5 Jahren die ich jetzt schon in der Langhaargemeinschaft unterwegs bin. :nixweiss: Ein paar Sachen haben ich als kleine Schnipsel aufgeschnappt, aber immer ohne größeren Kontext. Und dann fehlt das Verständnis für zB die Stellschrauben, wenn es trotzdem ziept.

Vielen vielen Dank dafür, liebe Fornarina!
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BeitragVerfasst: 28.03.2023, 14:08 
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Hallo Feuertänzerin,

zunächst mal danke für dein dickes Lob. :D

Feuertänzerin hat geschrieben:
Ich hab die Nadeln immer parallel zum Zopf gesteckt, also so, dass sie unter/im Zopf verschwinden. Sonst stehen da definitiv "Antennen" raus. Ich habs noch nie geschafft, Nadeln im glatten "Haaransatz" zu verstecken. Aber meine Technik führt wohl auch dazu, dass die Zöpfe mit der Zeit der Schwerkraft folgen und nach unten abrutschen - egal in welche Richtung ich die Nadeln stecke. Nur ein Stück, so viel die Nadeln eben erlauben. Aber im Nacken liegen sie dann recht locker und oben am Kopf fangen sie an, an den Nadeln zu ziehen.


Hallo Feuertänzerin,

Ich denke, da liegt der Haase im Pfeffer - du musst den Anfang der Frisur im Nacken besser sichern, denn dort liegt die meiste Auflösungstendenz. Da bräuchtest du dann auch längere und stärkere Nadeln (hast du mittlerweile Scroos?), die wären perfekt. Dann brauchst du oben nur noch ein paar Nadeln und fertig ist. Dasselbe Problem haben viele ja mit dem Woven Flip Bun weil sie da nur die Enden oben sichern, nicht aber den Anfang, wo die Zöpfe oder Haarstränge vom Kopf kommen. Die Stränge müssen von unten nach oben ja gegen die Schwerkraft ankommen, oben am Scheitel und dann wieder zurück nach unten ist nicht so schwierig und muss dann auch nicht so fest gesichert werden.

Ich brauche für die normale Zopfkrone oben und an den Seiten insgesamt nur etwa drei Bobby Pins, wenn ich den Nacken richtig gesichert habe.


Feuertänzerin hat geschrieben:
Bobby Pins sind leider gar keine Option bei mir - maximal kann ich damit ein paar Nackenfusseln feststecken. Ich kann die nicht richtig benutzten, möglicherweise wegen meiner dicken Finger und weichen Fingernägel, keine Ahnung. Ich kann sie jedenfalls nicht "aufmachen". Und das führt dazu, dass ich mir mit jeder einzelnen Bobby Pin beim Rausziehen reihenweise Haare abreiße. Die sind bei mir tabu.
Deshalb bin ich ja auch so interessiert daran, U-Pins möglichst gut zu beherrschen um zu gucken, wo man die überall statt Bobby Pins einsetzen kann.^^ Wenn ich Zopfkronen mit Nadeln nicht schmerzfrei hinkriege kann ich halt nur welche flechten oder mit einem Band festnähen, das geht auf jeden Fall. :) Es ist nur etwas umständlicher.


Sicher, dass du geeignete Bobby Pins hast? Es gibt nämlich unterschiedliche Arten von Bobby Pins, manche muss man aufbiegen, manche nicht und die letzteren sollte man auch einfach nur so einschieben, wie die Aufbiegung am Anfang es vorgibt. Schau mal hier, da habe ich extra zum Thema einen Beitrag mit Bildern gepostet. Wenn du die richtigen hast, die vorne diese Aufbiegung haben, dann musst du beim Rausnehmen ja nur einen Finger von vorne gegen die Öffnung drücken, dann dürfte die ziemlich leicht aufgehen und du kannst sie mit der anderen Hand mit zwei Fingern derselben von hinten so von den Seiten greifen, dass sie offen bleibt und dir dabei keine Haare mehr ausreißt.

Wenn du die Nadeln gegen die Legerichtung des Zopfes einschiebst und so den Zopf an den Kopf tackerst, dürfte auch nix überstehen oder ziepen. Mit Band habe ich noch nie versucht, finde es zwar schön, aber eben auch etwas umständlich.


Feuertänzerin hat geschrieben:
Es ging mir nur darum, dass ich öfters von höheren Zahlen gelesen habe und dann einfach angenommen habe, Nadeln verwendet man grundsätzlich so: Für jede Frisur mit Nadeln benötigt man eine ganze Handvoll Nadeln. Damit es hält, das Gewicht gut verteilt ist etc.^^ Von Hochsteckfrisuren beim Friseur über Youtube-Tutorials bis hin zu Anekdoten und Situationen in Geschichten: Fast überall wo Haarnadeln vorkommen stoßt man auf das Bild, dass die Frauen massig Nadeln in den Haaren haben. Das sollte ich aber vielleicht nicht so allgemeingültig als Wahrheit annehmen. :mrgreen:

Bei den Youtube-Tutorials sind auch meist Haarklemmen / Bobby Pins im Einsatz, da braucht man für ganze Hochsteckfrisuren auch ganz viele, weil die Bobby Pins auch ziemlich kurz sind und nur wenig Fassungsvermögen haben. Aber je länger und stärker die Nadeln sind, desto weniger von denen braucht man. Es geht dabei auch weniger um das Gewicht der Frisur - das hält sich im Dutt eigentlich gegenseitig von allen Richtungen - sondern eher um die Auflösungstendenz, also den Zug, dem man entgegenarbeiten muss, dass sich die Frisur nicht wieder auflöst. Wenn das Problem gelöst ist, dann spielt auch das Gewicht keine Rolle mehr, daran sollte der Kopf gewöhnt sein.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Und jap, ich habe für alle Dutts die gleiche Stecktechnik benutzt - oder es zumindest versucht. Ich hatte nie den Eindruck gewonnen, von Anleitungen etc, dass es unterschiedliche Techniken gibt. Höchstens noch Centerhold und "normal". Ich glaube, da bin ich was Größerem auf der Spur. :lol:
Das erklärt einiges.... (und dieser ganze Absatz über die unterschiedlichen Arten von Dutts und den entsprechenden Steckvarianten wäre vielleicht auch ein guter Beitrag im dem Thread darüber, wie man Forken etc benutzt. Das habe ich nämlich wirklich noch nie erklärt gesehen oder gehört.)


Es gibt in den Haarkunstwerken den Uralt-Thread "Zwei linke Hufe beim Dutten", den werde ich mit meiner Zusammenfassung vielleicht mal etwas aufpeppen, so dass noch mehr Leute was davon haben (obwohl ich mir sicher bin, dass hier bereits viele User mitlesen :)).

Feuertänzerin hat geschrieben:
Ich hab inzwischen auch herausbekommen, wie das funktioniert mit der Forke bei Wickeldutts entgegen der Drehrichtung. Ich kann sie jetzt von links stecken, nur unter der Basis durchführen und es hält besser und ziept weniger..... Ich kriege immer noch teilweise Kopfschmerzen wenn ich es den ganzen Tag trage, aber es ist bequemer und wesentlich einfacher und hält gut. Bisher. :lol:
Vielen Dank dafür! :cheer:
Da freue ich mich echt; die Umstellung hat sicherlich etwas Übung erfordert. :schwitz: Vielleicht hast du da auch etwas zu fest gewickelt. Bei deiner Haarstruktur müsstest du eigentlich gar nicht so fest wickeln wie ich, weil die Locken und Wellen deinen Frisuren mehr Halt geben sollten als meinen. Ich staune immer wieder, wenn ich die Forke von einer Seite in den Dutt schiebe, wie locker das ist, aber wenn ich sie dann auf der anderen Seite wieder raushole und dort die Schlaufe dafür strammziehe, dann passt es auf einmal wieder - oder ist dann gar zu eng, so dass ich da etwas ziehen muss, um die Schlaufe größer zu kriegen.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Das was du beschreibst, den Haarstrang glatt zu striegeln, damit die Haare sich an die Kurven anpassen, das ist bei mir etwas problematisch. Da habe ich gerade die Haare schön glatt gekämmt, sie liegen möglichst brav parallel, und ich kann sie wickeln. Wenn ich sie dann mit den Fingern durchkämme, dann pluster ich sie wieder auf, bringe sie durcheinander, kriege Knoten und Frizz. Bzw sind sie durch die Bewegung der ersten Schlaufe auch schon wieder verheddert und ich verhake mich dann in lauter Verhedderungen (es sind keine Knoten, aber die unterschiedlich gekräuselten Einzelhaare verhängen sich sofort ineinander sobald sich der Strang bewegt.) Vielleicht sind sie dafür nicht glatt genug. Aber ich werde es im Kopf behalten und auch da gucken, ob ich eine Technik für mich herausfinde. :mrgreen:

Hast du den Strang immer von den Spitzen angefangen, zu ordnen, bevor du von weiter oben durch den Strang gehst? Vielleicht gehe ich in den Videos ja gleich von weiter oben durch den Strang, was für dich zu lasch wäre? Du müsstest in dem Fall dann wohl mehr Striegelarbeit leisten als ich. Und langsamer durch den Haarstrang gehen hilft in dem Fall sehr, damit sich nix verheddert, weil die Haare in dem Fall mehr Zeit haben, zur Seite zu gehen.

Noch ein Tipp, wenn es ziepen sollte: Mir hilft es oft, in dem Fall die Forke oder den Stab einmal oder zweimal rauszuholen und wieder neu einzuschieben, dabei lockert sich der Dutt (zumindest bei mir) schon von selbst, dann musst du da vielleicht auch nicht so viel aufdröseln und neu machen, wie du weiter vorne schriebst.


Feuertänzerin hat geschrieben:
Und dann drehe ich ein-zweimal mit nach oben gerichtetem Strang mit kreisendem Handgelenk um den Zeigefinger, weil der Strang jetzt dünner ist und die Kurve enger, und das wird die erste halbe Umdrehung vom Basisgewickel.

Die Richtung in die ich twiste ist die gleiche wie beim Cinnamon, also in Gegenrichtung zur Wickelrichtung, nur viel viel lockerer als beim Cinnamon. Wenn ich das nicht mache habe ich keinen ordentlichen Strang sondern immer Haare auf Abwegen, die sich lieber kräuseln und aufstellen wollen als in einem großen Bogen außenrum zu liegen. :roll:
Aber vielleicht sollte ich das Twisten beim Basisgewickel besser sein lassen oder zumindest weniger machen. Sie sind dann zwar besser händelbar, aber es strapaziert sie evtl auch mehr und erzeugt vielleicht zusätzliche Spannung bei der Forke, weil alles weniger flexibel ist.In deinem Video zum Pariah Bun machst du dieses ganz leichte Twisten mit der Hauptschlaufe auch.

Ich werfe den Haarstrang nach Schlaufenlegung eher locker zur anderen Seite über die Basis hinweg, da vertwistet sich automatisch weniger so, wie du es beschreibst. So genau habe ich das bei mir gar nicht analysiert, aber klar, kann bei einzelnen Frisuren schon sein. Beim Flechtdutt twiste ich den Anfang auch immer etwas, damit in der Mitte nicht so ein Knubbel absteht.

Feuertänzerin hat geschrieben:
Vielleicht tickt mein Kopf da anders und für andere ist das alles klar...aber ich frage mich ehrlich, warum es im Internet reihenweise Flechtanleitungen gibt, wo ganz genau der Verlauf der Stränge erklärt wird und die verschiedenen Techniken gegenübergestellt werden, oder Dutts, bei denen der Verlauf der Stränge kunstvoll demonstriert wird oder auch Ausführungen, was genau haarschonendes von haarschädigendem Werkzeug und Schmuck unterscheidet. Aber scheinbar niemand je auf die Idee kommt, solche Infos über die Stecktechniken so detailliert aufzuzeichnen oder zu erklären. Auch in Zusammenhang zueinander, im Vergleich, die Unterschiede. Das was du mir hier gerade aufgeschlüsselt hast. Das sind wirklich Dinge, die ich noch nie gehört habe in den 2,5 Jahren die ich jetzt schon in der Langhaargemeinschaft unterwegs bin. :nixweiss: Ein paar Sachen haben ich als kleine Schnipsel aufgeschnappt, aber immer ohne größeren Kontext. Und dann fehlt das Verständnis für zB die Stellschrauben, wenn es trotzdem ziept.


Das hat sich in mir auch erst nach und nach verdichtet. Ich hab anfangs im Prinzip bei den Videos immer nur geschaut, wie die Schlaufen gelegt werden oder welche Struktur ein Zopf hat, und versucht, das in meinem Tempo nachzubauen. Wie die Handhaltung im Video war, hat mich dabei nie sonderlich interessiert, da ich als Linkshänderin eh meist alles anders mache. Ich hab dann beim Cinnamon gemerkt, dass ich mit der LWB-Technik nicht sonderlich weit komme, aber wenn man die Threads zu den Frisuren etwas durchgeht, findet man eigentlich immer die relevanten Infos - merke ich gerade jetzt während der Aufräumaktion Haarkunstwerke immer wieder, wo mir doch immer mal wieder unbekannte Frisuren unterkommen, die ich aber zumindest einigermaßen einordnen kann. War aber nicht immer so gewesen.

Als ich beschloss, mir einen Haarmond zuzulegen, war ich plötzlich wieder auf total unbekanntem Terrain - nix klappte damit :(. Das war im November 2018, also gut fünf Jahre nach meiner Anmeldung hier. Ich stellte zu der Zeit im Haarmondthread hier ein paar Fragen, auf die ich erst nach etwas über einem Jahr eine Antwort mit dem entscheidenden Tipp erhielt - von Làireach, nämlich, dass man für Haarmonde Dutts braucht, wo man keine Schlaufen niederhalten muss; da hat es bei mir Klick gemacht und nach und nach hat sich in mir die Duttologiekunde soweit verdichtet, dass ich die Dutts in Kategorien einteilen konnte. Das hat sich u.a. im überarbeiteten Inhaltsverzeichnis in den Haarkunstwerken niedergeschlagen nach dem Motto - kennste einen, kannste alle (derselben Kategorie natürlich). Du siehst, ich habe sieben Jahre gebraucht, bis ich hinter das Geheimnis gestiegen bin, also mach dir wegen deiner Lernzeit von 2,5 Jahren hier bitte keine allzu großen Gedanken. :keks:

Dir noch eine schöne Woche! :winke:

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 18.04.2023, 14:03 
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Hallo Fornarina,

ahh, das ist ein guter Punkt. Die Zöpfe der Zopfkrone schwerpunktmäßig eher im Nacken fixieren als weiter oben. Dann hab ich auch weniger Zug an den Haarwurzeln am Oberkopf und die folgenden Schmerzen. Ich hab eher erst an den Seiten angefangen zu fixieren - denn unten liegen sie ja ohnehin so, wie so sollen. Großer Denkfehler! :lol:

Bobby Pins: Ich hab solche mit auseinander gebogener Öffnung. (Hab übrigens schon einige mal gehört, dass man die angeblich andersrum benutzen soll, damit man es richtig macht. Auch wenn es mich verwirrt, warum die dann entgegen dem Kopf gewölbt sein sollen. XD
Mein Problem dabei ist aber, dass ich beim Entfernen genau das nicht tun kann, was du beschreibst. Ich kann sie nicht aufbiegen. Bzw ich kann sie mit viel Gefummel aufbiegen, aber sie nicht seitlich mit den Fingern offen halten, daher rutschen mir bei der kleinsten Bewegung wieder zu. Ich kann sie nicht geöffnet herausschieben.

Wegen Wickeldutts: Vermutlich muss ich noch etwas experimentieren, wie fest oder locker ich die Basis wickeln muss, im Verhältnis zur Schlaufgengröße, Zinkendicke und -anzahl einer Forke etc.

Ich habs jetzt endlich geschafft und mir den von dir upgedateten Thread für Dutt-Stecktechnik angesehen. Wow! Ich finde es toll, auch sehr schön übersichtlich gegliedert. Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast. Ich freu mich echt, dass es jetzt so einen Überblick "öffentlich" verfügbar gibt!
Und ich denke, selbst wenn man bei individuellen Details nochmal nachfragen muss, dann hat man da eine ziemlich gute Basis, um eingrenzen zu können, wonach man eigentlich fragt und wo das Problem liegt. :D =D>

Und zu dem Thema mit solchen Anleitungen und Infos generell: Vielleicht braucht es dafür gerade Menschen wie dich, die nicht einfach nur pragmatisch von Dutt zu Dutt probieren bis es geht oder eben nicht, sondern genau beobachten und erforschen und alles analytisch auswerten. Was, warum, wie, welche Details sind wichtig, was hängt wie zusammen? Und was ist die dahinter liegende Logik von allem? All die vielen Informations-Stückchen die du selbst entdeckst und die du im Austausch mit anderen erhältst miteinander zu verknüpfen, bis du ein inneres Wikipedia mit lauter Quervernetzungen hast. :mrgreen:
Vielleicht ist das der Grund, warum das bisher nicht im Internet aufzufinden war. Weil es dafür erst dich braucht. ;) <3 =D>

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BeitragVerfasst: 21.04.2023, 16:01 
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So, jetzt kommt endlich der Beitrag den ich eigentlich schon Anfang Februar posten wollte. Aber ich wollte den Austausch mit Fornarina nicht unterbrechen - wenn ohnehin schon jeder Beitrag von beiden Seiten ein Roman ist, dann wird das sonst wirklich unübersichtlich. :lol:

Ich erzähle hier die langatmige Geschichte meiner Suche nach neuem Kämmwerkzeug und meinen bisherigen Erkenntnissen. :mrgreen:
Damit mein Mann nicht immer meine Bürste klaut haben wir für ihn mal einen Tangle Teezer gekauft, weil ich so viel Gutes davon gehört habe. Der war so angenehm in der Benutzung dass ich ihn erstmal geklaut habe um ihn ausführlich zu testen und gegebenenfalls nachzukaufen. Das Durchkämmen ging toll, die Borsten waren sehr angenehm auf der Kopfhaut, er lag gut in der Hand, viel weniger ziepen, easy zu reinigen - alles toll.
Bis ich nach gut einer Woche beim gelegentlichen Durchsehen langsam feststellte, dass mein Spliss sich stark vermehrt. Jeden Tag hatte ich etwas gesucht und weggeschnitten - und am Tag danach war eindeutig mehr da als vorher. :?
Nach einer Woche war ich alarmiert und hab den Tangle Teezer nochmal genau unter die Lupe genommen. Und siehe da, der hatte eine Menge Grate - aber nicht da, wo ich welche vermutet hätte. Nämlich vorne an den Spitzen. Die Spitzen sind leicht abgerundet und genau dort wo die Rundung aufhört und in die gerade Zinke übergeht gab es Grate. So als wäre jeder einzelne Stift angespitzt oder von vorne angeschmirgelt worden, aber der Übergang dann nicht geglättet.


Das ist natürlich sehr übel, weil diese Grate die Haare richtig der Länge nach aufschlitzen beim durchkämmen. Ich hatte auch Spliss ziemlich weit oben in den Längen, nicht nur im unteren Bereich, wie sonst üblich. Ich hatte sogar vermehrt Haare, die ein Stück aufgeschlitzt waren, davor und dahinter aber ganz. :shock:
In einem Thread in Haarhausen in dem ich das Thema aufbrachte kontrollierten daraufhin eine ganze Handvoll Leute ihre eigenen Tangle Teezer. Bei ca 50% wurden ebenfalls Grate gefunden, die anderen 50% waren ok. Besonders ältere Modelle waren ok. Spannend!
Der Tangle Teezer wurde natürlich sofort verbannt. Nachdem ich in den nächsten Tagen ausführlich Spliss eliminiert hatte hatte das Grauen glücklicherweise ein Ende und der Spliss verhält sich seitdem wieder zahm und moderat, wie inzwischen normal. Unheil abgewendet. [-o<

Trotzdem wollte ich neues Kämmwerkzeug. Ich hatte seit einiger Zeit eine 7-reihige Denman Brush im Einsatz, bei der ich die mittlere und denn jeweils die übernächsten Reihen entfernt hatte. Das ging ganz ok, auch weil die Zinken endlich mal lang genug und stark genug waren um easy durchzukommen. Aber ich riss mir schon auch einiges damit aus oder ab, denke ich. Die WBB war ja sowieso ganz aus dem Spiel. Paddle Brushes sind relativ empfindlich und schwer zu reinigen, nach meiner bisherigen Erfahrung.
Ich wollte eine ganz neue Richtung einschlagen. Vielleicht hat das der eine oder andere in der Notfallecke gelesen - ich hab um Erfahrungen und Beratung zu Kämmen gebeten. Weil ich immer gerne ganz an die Basis gehe und ein Thema richtig verstehe, wenn ich mich mal dranmache.

Inzwischen habe ich drei Kämme erstanden und einiges an Wissen und Erfahrungswerte zu dem Thema gesammelt. Ursprünglich hab ich sehr wegen der verschiedenen Materialien diskutiert, war auch an Horn sehr interessiert und so. Jemand mit Insiderwissen gab mir dann aber den Tipp, dass für meine Haarstruktur flexible Kämme vorteilhafter wären. Horn, Metall und auch harte Hölzer sind weniger optimal für mich als weiche Hölzer oder Kunststoff. Das hat mir die Auswahl leichter gemacht.
Übrigens erwähnte er auch, es sei ein verbreitetes Missverständnis, dass Horn das gleiche Material wie Haar ist und sich deshalb besonders gut mit Haar verträgt. Es ist ein anderes Material. (Was nicht heißt, dass es schlecht für die Haare ist, aber die Schlussfolgerung stimmt wohl einfach nicht.)

Erstmal habe ich von Herkules Sägemann die günstigere Variante des Langhaarkamms, den "Magic Star". Die Zinken waren auf der Innenseite - also zwischen zwei Zinken - weniger glatt als alle anderen Oberflächen. O.o Ich hab das sorgfältig mit 1000er Nassschleifpapier nach Silberfischchens Videoanleitung abgeschliffen und danach wurde es wirklich superglatt und gleitet wunderbar durchs Haar. Und klappt echt erstaunlich gut zum Entwirren. Es ist aber schon ein Monstergerät. Es ist ein ziemlich witziger Anblick, wenn mein Mann ihn schnappt um damit seine 5 cm ZU APL langen Haare zu kämmen. Es sieht einfach sooo unproportional aus. Er lacht auch mich regelmäßig aus, wenn er mich damit an meinen eigenen Haaren werken sieht. Aber es funktioniert tatsächlich gut, auch für ihn. Seine Feenhaare neigen nämlich extrem zum kletten und knoten und mit diesem Kamm kriegt er sie besser auseinander als mit allem anderen.
Auch für mich ist der Kamm klasse, gerade wenn sie stärker verwirrt sind. Oder wenn ich sie zB nass nach dem Waschen grob entwirren möchte, damit sie etwas zahmer (glatter) trocknen. Dieser Kamm ist auch generell mein Kamm für alles was irgendwie nass ist, wie Aloe Vera Gel, Kuren oder einfach nur nasse Haare.
Das war mit ein Grund dafür, diesen Kamm zu kaufen. Ich wollte zumindest einen, den man einfach so mit jeder Flüssigkeit oder Pflegesubstanz verwenden kann.

Außerdem habe ich von LeBaoLong zwei Pfirsichholzkämme erstanden. Ursprünglich habe ich vier Taschenkämme (also welche ohne Griff) bestellt, die in die engere Auswahl kamen, um die restlichen zwei zurückzuschicken. Aber den feinen Buchsbaumholzkamm hat sich dann mein Mann behalten. :mrgreen: Der Palo Santo Kamm ging wieder zurück - er ist schon deutlich schwerer und etwas klobiger in der Hand als der Pfirsichholzkamm. Übrigens hatte der Palo Santo Kamm nur einen Hauch von Duft, im Allgemeinen kaum merkbar für mich.

Meine Erfahrung dazu: Die Größe so eines Kammes sollte sich unbedingt an der Hand orientieren. Ich hab eher kleine Hände und kurze Finger. Für mich ist eine Länge von 9-14 cm gut. Der Buchsbaumholzkamm war ein Stück länger und der war für mich unhandlich - dafür für meinen Mann mit seinen großen schlanken Händen und Fingern angenehm zum halten. Ihm fallen die kleinen häufig aus der Hand, weil er sie kaum richtig zu fassen kriegt.
Ich erlebe, dass ein Kamm in der richtigen Größe und noch dazu mit so leichtem Holz wie Pfirsich wie eine Erweiterung der Hand wirkt. Es fühlt sich fast so an als würde ich mit den Fingern kämmen. Es ist genau in dem Bewegungsradius und Winkel, den auch meine eigene Hand hätte und so leicht und relativ dünn gearbeitet, dass ich ihn fast nicht (bewusst) spüre. Das sorgt auch dafür, dass ich meine Haare viel besser spüre - wie gleitet der Kamm, gibt es Widerstände, Knoten etc. :idea:
Der dickere und schwerere Palo Santo Kamm war super angenehm zu halten, wie ein Handschmeichler, und hatte die perfekte Länge. Aber da er deutlich schwerer war habe ich ihn sehr bewusst gespürt, meine Hand konnte sich nicht so ungehemmt bewegen. Er hat sich irgendwie spröder und klobiger in der Anwendung angefühlt. Das waren nur Nuancen, aber ich musste mich ja dann zwischen zwei entscheiden und da hatte der Pfirsichholzkamm einen Hauch Vorsprung.^^

Neben dem Magic Star mit den superbreiten Zinken habe ich jetzt einen Kamm mit 2,25 cm Zahnung und einen mit 1,25 cm Zahnung - beide 13-14 cm lang. Das funktioniert ausgezeichnet und ist überhaupt nicht zu eng für meine Struktur - wenn ich sie nacheinander verwende. Der feine funktioniert auch recht gut als Staubkamm. Nur in den schon ziemlich dünnen Spitzen ist er zu grob. Wenn ich dort dann viel Staub hängen sehe benutze ich manchmal den Lauskamm für die letzten 10 cm.

Ich bin auch sehr begeistert davon, wie super glatt die Kämme verarbeitet sind. Ich hatte keine Vorstellung davon wie glatt so ein Kamm sein kann. Ich dachte vorher, mein Strähnenboy-Buche-Kamm wäre glatt, weil er keine Grate oder Kanten hatte. Aber das ist kein Vergleich. Die Kämme gleiten wie Butter, noch nie ist etwas so gut durch meine Haare geglitten, glaube ich.^^

Ausführlich und sorgfältig von A-Z zu kämmen dauert oft deutlich länger als vorher mit der Bürste. Aber ich bin auch viel behutsamer und vorsichtiger und ich verliere definitiv weniger Haare als vorher und vor allem reiße ich weniger ab. Praktisch ist, dass ich selbst entscheiden kann, wie sorgfältig ich kämmen will. Wenn ich wenig Zeit oder Nerven habe - oder sehr krause Haare - und beschließe, dass grob ausreicht, dann kann ich auch nur mit dem Magic Star oder nur bis zum breiteren Pfirsichkamm kämmen. Dann dauert es nur wenige Minuten. Wenn ich ganz sorgfältig alles kämmen will, mit möglichst viel Staub rausfischen und alle Verwirrungen der Haare behutsam lösen, dann kann ich mal eine halbe Stunde oder Stunde da sitzen - je nach Verfassung der Haare und meinen Nerven. Geht gut wenn ich nebenbei irgendwas angucke.^^

Update: Inzwischen benutze ich den Magic Star nicht mehr so oft sondern starte meist gleich mit dem breiten Pfirsichkamm. Das geht gut, wenn die Haare saftig und schon einigermaßen geglättet und gebändigt sind. Den Magic Star brauche ich wenn ich Zeug in die Haare schmiere oder wenn sie sehr kräuselig oder durcheinander sind. Also zB kurz nach dem Waschen oder mit sehr feinen Flechtwellen oder wenn ich sie offen getragen habe.

Insgesamt merke ich auch, dass meine Haare weniger voluminös sind. Also sie sind nicht superglatt, aber weniger aufgeplustert als mit Bürsten. Das sieht hübscher aus, macht sie auch besser bändigbar, lässt sie weniger "übereinander fallen" und daher weniger verknoten. Und ich vermute, dass sie sogar etwas weniger austrocknen wenn sie offen sind.
Bei meiner Auswertung muss ich natürlich berücksichtigen, dass meine Haare ihren "Aggregatzustand" deutlich verändern. 8) Von stark gewellt/leicht gelockt bis hin zu fast glatt, je nach Pflegezustand und wie lange die Wäsche schon her ist und in welchen Frisuren ich sie trage. Wenn sie ziemlich glatt und etwas gesättigt sind geht das Kämmen natürlich viel leichter und schneller als wenn sie trockener und gekräuselter sind und sich dauernd verheddern. Da kann vorsichtig und sorgfältig kämmen 5-10 Minuten dauern oder eben meditative 45-60 Minuten. Je nachdem. :lol:

Ich finde die Kämme auch recht praktisch zu reinigen. Gerade der Staub fängt sich nämlich vor den Zinken und wenn ich dann einmal quer mit dem Finger darüberstreiche sammelt er sich zu ein paar 'Flusen' die ich einfach abzupfen kann. Auch Haare entfernen ist nur ein Handgriff - muss man dafür halt nach fast jedem Strich machen. Wenn doch mal mehr zwischen den Zinken hängt, dann kann ich dafür super das Bürsten-Bürstchen verwenden, das ich damals zur WBB gekauft habe. Hin und wieder mal ein Stofftaschentuch zwischen den Zinken durchziehen, um Ablagerungen zu entfernen. Aber das ist eher alle paar Monate mal.

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass die Kämme nicht brechen, wenn sie aus Sitzhöhe auf Laminatboden fallen. Gerade am Anfang ist mir das nämlich oft passiert und auch jetzt noch gelegentlich. Das scheint sie gar nicht zu beeindrucken. Ich versuche natürlich trotzdem, es zu vermeiden und vorsichtig mit ihnen zu sein. :rolleyes:

Fazit: Ich bin sehr sehr glücklich mit meinen Kämmen und fühle mich da aktuell endlich angekommen.

Zu LeBaoLong muss ich noch meine Begeisterung ausdrücken. Ich war da anfangs etwas schüchtern. Aber der Kontakt war super, all meine Fragen wurden offen und sehr sinnvoll und freundlich beantwortet. Das Angebot war super. Und als ich genauer geguckt hatte hab ich auch festgestellt, dass die meisten Kämme gar nicht so teuer sind. Ich hatte nur bei meinen ersten Recherchen irgendwie vor allem die hochpreisigen gesehen und das als die gängigen Preise dort abgespeichert. Aber sie waren echt günstig. UND top Qualität. UND toller Kontakt und Kundenservice. Kann ich auf jeden Fall wärmstens empfehlen - auch aus Österreich.

Damit sind wir am Ende meines ausführlichen Forschungsberichtes. :lol:

Ich zeig noch ein paar Fotos von den Kämmen, wie das in der Anwendung aussieht und im Verhältnis zu meiner Hand.




Nachtrag von Mitte April: Die Kämme als Werkzeug haben nur einen Schwachpunkt: In Puncto Kopfhautmassage läuft da nicht viel. Inzwischen habe ich den Verdacht, dass meine Schuppen auch damit zusammenhängen, dass die Kopfhaut nicht mechanisch stimuliert - also massiert u.Ä. - wird. Das war aber schon vor den Kämmen so, also haben sie es nicht verursacht. Aber sie tragen halt auch nicht zur Lösung bei.
Vielleicht ist fehlende Kopfhautmassage nicht der einzige Grund, aber ich vermute es spielt rein. Das Thema schneide ich demnächst noch mal genauer an.

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BeitragVerfasst: 23.04.2023, 09:19 
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Hallo Feuertänzerin,

das mit der Bürste tut mir so leid. :( Ich hab das bei meinen so überhaupt nicht festgestellt. Kann es sein, dass deiner eher eine Billigmarke war? Ich hatte mir damals echte Tangle Teezers und welche von Lokalmarken aus der Drogerie gekauft, die auch nur unwesentlich preiswerter waren. Mein Augenmerk lag beim Kauf allerdings auch eher darauf, dass die Borsten nicht zu rund am Ende sind, damit ich mir damit auch gut den Kopf kratzen kann. Ich finde es schwierig, da als Einsteiger gleich die guten Produkte zu finden, denn viele Bürsten haben eben diese runden Noppen am Ende, oder solche Borstenbüschel dazwischen, deren Enden mir überhaupt nicht gefallen haben, da zu scharfkantig. Selbst wenn die nicht an die Kopfhaut kommen, da kürzer als die Plastiknoppen, können sie immer noch Haare aufschlitzen, wie du es oben so dramatisch beschrieben hast.

Deinen Thread in der Notfallecke habe ich jetzt nicht gesehen, würde aber sagen, erstmal nichts weiter machen. Rückgängig kann man die Schäden eh nicht machen. Einfach eine andere Bürste nehmen und ansonsten weitermachen wie bisher. Ich denke, Außenstehenden wird es auch nicht sonderlich auffallen. Du bist, was Kämme und Bürsten angeht, auf einem sehr guten Weg und die Kämme gefallen mir auch allesamt sehr gut. Ich hab ja den Sägemann ohne Stiel und auch da sind die Zwischenräume weniger glatt als die Oberflächen. Ich finde jedoch, dass das nicht haarschädigend ist und es trägt sogar zur Entstaubung des Haares bei, bringt auch etwas Sebum weiter nach unten. Deiner ist ja auch aus Kautschuk, und ich denke, dieses Material ist von der Haarfreundlichkeit unschlagbar, weil es zwar glatt, aber eben auch natürlich porös ist, so dass beim Durchkämmen weniger Haftung am Haar entsteht als bei dichteren Materialien. Das ist ja auch das Prinzip jener neuen der Biologie empfundenen Werkstoffe, wo dann Wasser besser abperlt o.ä.

Nochmal was zu den Haarklemmen, wie ich sie verwende: Ich stecke von der einen Seite den Zeigefinger in das Dreieck der Öffnung vorne und schiebe zur gleichen Zeit von hinten mit zwei Fingern rechts und links von der Haarklemme gegen, so dass die beiden Finger nach und nach von hinten die Haare nach vorne und damit aus der Klemme schieben. Das ist so ein Wechselspiel der drei Finger, der eine hält vorne immer wieder von neuem auf, lässt aber auch mal los, während von hinten geschoben wird und, wenn man vorne den Finger wegnimmt, müssen die beiden Finger an den Seiten mehr gegenpressen, um das Schließen der Bobby Pin zu verhindern, und dabei weiter Haare nach vorn drücken. In dem Fall muss ich vorne auch keinen Finger mehr in das Dreieck tun, sondern es reicht, wenn ich von vorn einfach gegen die Enden drücke.

Das ist so ähnlich wie bei der Banane, wo meine Hände auch so ein Wechselspiel machen, die eine dreht die Schlaufe mal nach vorn, um den Twist einzurollen, und dann wieder ein Stück zurück, um den Twist zu lockern, und die andere Hand streicht derweil von unten weiter die Haare in den Twist ein, während die obere Hand die Schlaufe in der lockeren Position hält. Dann wird die Schlaufe wieder stramm in Twistrichtung gedreht und die untere Hand lässt los - und man merkt, dass man die Schlaufe jetzt ein Stück weiter einrollen kann als vorher. Und das Spiel geht solange weiter, bis die optimale Position der Schlaufe für das Einstecken des Haarschmucks erreicht ist. Bei vielen Frisuren reicht es, wenn eine Hand hält und die andere etwas macht, aber manchmal müssen die Hände auch etwas komplexer zusammenspielen, und das macht dann den Schwierigkeitsgrad der Frisur aus, oder eben die Handhabung eines Haarschmückers.

Dir noch einen schönen Sonntag. :) Und Glückwunsch zum Steiß! :blumen:

LG
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BeitragVerfasst: 10.07.2023, 13:05 
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Ein Lebenszeichen von mir. :mrgreen: Aufgrund einer mühsamen Wohnungsauflösung im Ausland (D) war ich jetzt eine ganze Weile weg vom Forum und hab die Haare nur nebenbei gepflegt und weggesteckt. Langsam zeigt sich aber Licht am Ende des Tunnels und ich hab wieder ein paar Kräfte fürs Forum übrig. :)

Glücklicherweise hat HA 2 inzwischen wieder aufgehört - was mich in meiner Vermutung bestärkt dass der von Corona kam.

Das erste Mal seit ich im Forum bin habe ich bewusst den Effekt von sehr hartem Wasser bei der Wäsche erlebt. In der deutschen Wohnung (Straubing in Bayern, angeblich das härteste Wasser Deutschlands?) waren die Haare furchtbar nach der Wäsche. Total klettig und belegt und überhaupt. Tagelang hab ich massig Zeug aus den Haaren gekämmt und das Kämmen an sich war eine Tortur von mindestens einer Stunde. Bei der nächsten Wäsche hab ich eine halbe Zitrone in 1 L Wasser gepresst und damit gerinst und viola - die Haare sind gut. :lol:

Eine kleine Spielerei: Ich dokumentiere ja meine Länge regelmäßig seit September 2020. Im April 2023 hab ich mir aus Spaß mal ausgerechnet, wie viel die Haare in der Zeit eigentlich gewachsen sind - inklusive dem Teil den ich weggeschnitten habe. Das sind 34 cm. Wenn ich von der aktuellen Länge 34 cm abschneiden würde wäre ich exakt bei BH-Länge. Also müsste alles bis BH-Länge neu und in gutem Zustand sein, weil ich seit damals die Haare pflege und schone.
Rechnerisch ergibt sich ein durchschnittliches Längenwachstum von 1,06 cm pro Monat.
Real an Länge gewonnen hab ich 21 cm. :messen:

Leider kämpfe ich aber immer noch ziemlich mit den Schäden aus prä-LHN-Zeiten. Dazu kommt, dass ich durch die zwei mal Haarausfall ziemlich starken Taper hab. In einem Wickeldutt fällt das nicht auf und wenn ich sie offen trage auch nur im direkten Vergleich, dank der Struktur. Aber kürzlich hab ich mal einen Rose-bun gemacht. Und das sieht schon sehr unharmonisch aus, sehr Bee-Butt-mäßig. Auch alles andere das zwei Zöpfe hat wird unlustig. Und wenn ich einen Zopf mache werden die Windungen unten so eng, dass ich danach Flechtwellen der Hölle hab, die knoten und kletten und plustern wie nur was. :werwoelfin:
Natürlich sind das irgendwo Luxusprobleme. Es ist nur nervig und macht das Handling schwieriger. Und dann reiße ich mehr Haare oben ab oder aus, weil die kaputten und kräuseligen Spitzen unten verknoten. Es braucht auch schon immer wieder einiges an Aufwand, Spliss zu suchen, wenn die Enden so kaputt sind und ich dann alle paar Monate sowieso die Spitzen wieder wegschneide.

Jedenfalls spiele ich mit dem Gedanken, mal ein großzügiges Stück abzuschneiden, auf Taille oder Midback, um die Altschäden loszuwerden. Und den Schaden vom Haarausfall auch zu verkürzen. Der HA allein wäre hier nicht Grund genug, aber als zusätzliches Schippchen zu den Schäden dazu...
Irgendwann fühlt es sich an wie Verarsche, aus dem dünnen unteren Drittel nach und nach die Hälfte der Masse durch S&D rauszuschneiden. Wofür all der Aufwand, wenn die in den nächsten Monaten sowieso kaputtgehen? Warum Stunden um Stunden mit S&D zu verbringen damit eine immer dünnere Spitze noch ein Weilchen durchhält? Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende... :unschluessig: :nixweiss:

Insgesamt merke ich, dass die Langhaarzucht mir seit einer Weile weniger echte Freude und mehr Frust bringt. Da ich ja selber immer sage, es sollte vor allem Spaß machen, muss ich da wohl meine Situation überdenken.
Ich weiß nur nicht...Ich freue mich durchaus über jeden Zentimeter Zuwachs. Und bin sehr stolz auf meine fast 110 cm inzwischen. Und ich will auch grundsätzlich definitiv ganz lange Haare. Aber der Aufwand den es kostet um die Länge zu halten ist schon extrem groß. :heul:

Für Wickeldutts ist der Haarzustand vorteilhaft. Ich kann jetzt sogar einen Kelten machen.
Auch wenn ich inzwischen beim Haarschmuck ca 2 Größen nach unten gewandert bin, bei gleichzeitigem Längengewinn von ca 15 cm seit dem Maximum. Meine frühere vierzinkige Lieblinksforke ist jetzt viel zu groß und anstatt das Gewicht gut zu verteilen verursacht sie mir eher Schmerzen. Die mega Flexi geht inzwischen gar nicht mehr und auch die XL ist nicht optimal. Ich hab kürzlich testweise günstig kleinere gekauft und L ist jetzt wohl die optimale Größe, aber M geht auch.
Bei Forken klappen jetzt die 9-10 cm langen Zweizinker am besten.

Alles geflochtene oder geschneckte sieht halt unförmig aus mit dem Taper. Auch dass beim Flechten die Strähnen super dünn werden bzw dann einfach aufhören wenn die anderen noch länger weitergehen würden verdirbt den Spaß. Bei jedem Flecht- oder Kordelzopf wo ich am Ende ein Gummi reintun muss kann ich direkt nach Entfernen des Gummis mit der Splissschere anrücken.
Wenn ich sie offen habe dann freue ich mich an der Länge und wie cool das aussieht. Inzwischen bekomme ich sogar hin und wieder Kommentare zu der Länge. Nur nach dem offen tragen beim Entwirren reißt und knotet und ziept und ratscht es überall. Und wieder ein ganzes Haarknäuel weniger.

Also man merkt: Viel rumgemoser und mimimi. :wink: Und das ist keine Tagesverfassung. Eher dass ich mir etwas eingestehe, was seit Monaten irgendwie so ein Unterton ist. Im Frühling, wo die ganzen Winterschäden deutlich wurden zeigte sich das Elend nochmal deutlicher.
Dieses Stimmungsbild sollte mir ja wohl was sagen darüber, wie die Gewinn-Verlustrechnung der Freude an den Haaren gerade aussieht. :?

Nach einer mehrtägigen ausführlichen S&D-Aktion im Mai war das Kletten in den Spitzen etwas besser. Und seitdem war ich nur noch mit der Wohnungsauflösung beschäftigt und hab die Haare einfach aus dem Weg geduttet. Wenn wir mit der Wohnung fertig sind werde ich mich dem Haarthema und der Entscheidung in aller Ruhe widmen. :kafcomp:

@Fornarina: Die Geschichte mit dem Tangle Teezer passierte genau während der Zeit, als hier das Forum so in der Luft hing und schlechte Stimmung war, da hab ich hier nicht viel geschrieben. In der Notfallecke habe ich dann eigentlich nur noch im Herbst wegen der Beratung für Kämme geschrieben. :)

Ich hab den hier gekauft: klick
Eigentlich müsste das original sein, oder?

Ich mache mir auch keine Sorgen, dass der Sägemann-Kamm haarschädlich ist mit dem rauheren Bereich zwischen den Zinken. Aber ich brauchen den Kamm um nasse Haare oder verwuschelte Locken zu entwirren, als erster oder zweiter (nach Fingern) Schritt. Da hilft jedes bisschen Glätte, damit der Kamm besser durchkommt. Die Haare selbst kletten eh schon genug. :mrgreen:

Bez. Bobby Pins: Nachdem ich mein Ego überwunden hatte (mimimi, und wenn ich sage das geht bei mir nicht, dann ist das so, widersprich mir nicht, mimimi :roll: :pfeif: ) hab ich das nach deiner Anleitung ausprobiert. Und Überraschung! Es geht! Ich konnte damit zwei Zöpfe zur Zopfkrone aufstecken ohne dass das Ganze total ins Rutschen gekommen ist und ich hatte über etliche Stunden keine empörten Haarwurzeln. Und weder beim reinstecken noch beim rausziehen hab ich mir strähnenweise Haare abgerissen. Fazit an mich: Lass dir halt was sagen, du Sturkopf. :oops: :-# :lol:
Auch wenn ich immer noch nicht weiß wie ich die Klammern optisch verstecken soll. Und Bobby Pins werden nicht mehr mein Lieblingswerkzeug. Aber ich bin jetzt gnädigerweise gestimmt, ihnen eine Existenzberechtigung und zuzugestehen und erkenne an, dass sie für bestimmte Situationen sehr hilfreich sind. 8) :pfeif: :lol:

Witzig dass du gerade das Beispiel mit der Banane bringst. Ich kann die nach deiner Anleitung wickeln, das was du hier beschreibst krieg ich auch einigermaßen hin. Nur schaffe ich es nie sie danach so festzustecken, dass es funktioniert. Steckkamm von der Seite hält nicht genug. Und Forke von oben sorgt zuverlässig dafür, dass viel Gewicht an den obersten Strähnen hängt und sofort so stark ziept, dass ich es maximal ein paar Minuten drinlasse.
Irgendwie scheinen gerade die Strähnen ganz oben mittig am Hinterkopf bei mir besonders empfindlich (oder wenige?) zu sein und bei ganz vielen Frisuren zu meckern. :?

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Hallo Feuertänzerin,

die meisten Leute hier verlieren mit wachsender Länge etwas Zopfumfang, ich bin auch von 10 auf 9 gekommen, obwohl meine Haare eigentlich schon damals lang waren.

Wenn du bei der Banane die Forke einsteckst, fädelst du dann auch etwas von den Schlingen von unten auf die Zinken auf? Dann dürfte nämlich nichts oben ziepen - also nicht einfach von oben durchstecken, das geht vielleicht bei Tuck-Frisuren, aber die Banane geht ja seitlich. Wenn der Steckkamm von der Seite nicht genug hält, kann es sein, dass die Zinken zu kurz sind, in dem Fall müsste es auch etwas an der Kopfhaut pieken. Was für einen Kamm hast du denn dafür genommen? Wie lang sind die Zinken und gibt es vielleicht ein Bild davon?

Probleme beim Durchkämmen: Wie schnell oder langsam kämmst du denn? Ich achte bei schwierigen Haaren darauf, dass ich in vier Sekunden vom Scheitel zum Hals bin, das ist genügend Zeit, damit sich die Haare entwirren. Langsamer kämmen kostet Zeit, ist aber ne gute Tempo-30-Zone, um die Haare zu schonen.

Bei den Frisuren, die dir mit Taper unförmig erscheinen, könntest du versuchen, den Haarstrang zu teilen und mit zwei Strängen/Zöpfen zu arbeiten. So macht man es ja auch bei noch zu kurzen Haaren.

Hat sich denn an deiner Pflegeroutine etwas geändert? Vielleicht will dein Haar auch was neues - keine Ahnung, aber vielleicht hat deine Pflegeroutine für kürzere Haare ausgereicht, da man sie in dem Zustand noch besser kämmen konnte, aber jetzt geht es so nicht mehr?

Kaum zu glauben, dass das ein echter Tangle Teezer ist - das rote Ding. :o Hätte ich nie gedacht, aber vielleicht ist es auch einfach eine fehlerhafte Charge gewesen. Bei Lebensmitteln ist sowas dramatischer, aber wer startet schon einen Rückruf: "Bitte den Tangle Teezer soundso wieder im Geschäft abgeben, da er leider gratige Stellen hat, die die Haare schädigen!"

LG
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@Feuertänzerin - es tut mir leid zu lesen, dass du gerade weniger Freude bei deinen Haaren empfindest! Aber ich kann das gut nachvollziehen - nach außen sieht es vielleicht nicht so aus, aber es ist doch immer mit einem gewissen Aufwand verbunden, vor allem wenn man so eine beachtliche Länge erreicht hat wie du! Wäre es denn für dich denn auch eine Option zu sagen, du schneidest ein paar cm ab wegen des Tapers oder bringt dir das nichts bzw. möchtest du gar nichts von der Länge verlieren?

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@Fornarina: Es ist weniger der Zopfumfang per se, also im Nacken. Auch wenn ich da am Anfang bis zu 10,5 gemessen hatte und zu meinen niedrigsten Zeiten 8. Es ist der Taper. Unten dazu noch mehr.

Durchkämmen: Die Probleme hab ich eigentlich nur in den Spitzen. Ich nehme an weil sie schon so zerschlissen sind und sich verheddern und Unmengen an Staub aufsammeln. Da hab ich dann schnell mal einen richtigen Filz vor dem Kamm mit Haaren und dicken Staubflocken, den ich dann behutsam von der anderen Seite wieder aufdröseln muss. Aber weiter oben habe ich kaum Probleme.

Pflegeroutine: Hm, ich hab keine so fixe Routine, ich bewege mich in einem gewissen Rahmen und probiere auch immer wieder mal rum oder passe an wenn ich das Gefühl habe, die Haare brauchen ehr oder weniger von etwas. Ich hab auch keine Produkte die ultimativ für mich sind, aber einige die in Ordnung sind. Ich weiß nicht, ob die die Routine bim Kämmen und der Pflege zwischen Taille und Nähe Classic so stark ändert....das ist ja eher zwischen zB Schulterlänge und Taille ein großer Unterschied.
Natürlich sind die Spitzen älter als ich sie je hatte und entsprechend abgenutzter und bedürftiger. Aber das ist ja auch mein urprünglicher Punkt.

Tangle Teezer: wie gesagt, im anderen Forum hatte ich in einem Thread dazu berichtet und etliche andere haben sich eingeschaltet. Viele haben dann ihre Tangle Teezer überprüft. Und ungefähr die Hälfte hatte auch solche Grate. Einige die früher mal Tangle Teezer probiert und dann weggeworfen hatten hatten zumindest Ergebnisse, die genau darauf passen würden, ohne eine genaue Ursache ausfindig machen zu können. Und es hatte den Anschein, dass vor allem die alten Tangle Teezer keine Grate hatten und die neuen häufiger. Mindestens eine Person hatte sogar einen alten und einen neuen, der neue hatte Grate, der alte nicht. Leute die ihre seit vielen Jahren besaßen hatten keine Grate. Möglicherweise wurde mit dem Vergrößern des Absatzes die Produktionsqualität schlechter. Oder manche Fabriken produzieren schlampiger als andere. Als Fazit würde ich jedenfalls sagen, sich heutzutage einen Tangle Teezer zu kaufen ist ein Glücksspiel. Wenn man einen guten hat sind sie top. Wenn man Pech hat erwischt man einen "Haar-Terminator".

Banane stecken: Darauf würde ich gerne später nochmal zurückkommen. Ich muss meine Inhalte ein wenig aufteilen, sonst werden die Beiträge zu riesig. XD


@sophyjaq: Schön dass du hier vorbeischaust. :) Ein paar Zentimeter abschneiden mache ich eigentlich alle paar Monate mal, zur Spitzenpflege. Nur hab ich jetzt einen Punkt erreicht, wo ein paar Zentimeter einfach nicht mehr reichen, weil es nicht mehr nur um die abgenutzten letzen paar Zentimeter geht. Auf dem Foto mit dem weißen T-Shirt kann man das gut erkennen, denke ich.


Zu meinem Haarzustand bzw schneiden: Als ich 2020 ins Forum kam hatte ich gut taillenlange Haare und hab sie in der gesamten Zeit seit dem Kurzschnitt quasi gar nicht gepflegt und aus LHN-Sicht entsetzlich behandelt. Das war mein Verständnis von naturbelassen wachsen lassen.
ZB habe ich mehrere Jahre lange WO-Wäschen gemacht, bei denen ich jedes Mal die Haare strähnenweise ausführlich zwischen zwei Händen gerubbelt habe vom Ansatz bis zu den Spitzen, solange bis sie sich nicht mehr wachsig angefühlt haben. Ich hab nie geölt oder Pflege reingegeben, daher fast durchgehend trockene und plustrige Haare. Nie auf schondendes Werkzeug geachtet, alte und schartige Skelettbürste genutzt oder auch während ein paar Jahren sehr häufig eine WBB zum Entwirren meiner Locken, die trocken und von Wind und Wetter verstrubbelt waren....weil ich das für Pflege hielt. Ich bin immer grob gewesen und dass jegliche Interaktion mit meinen Haaren geratscht hat und ich knäuelweise Haare in den Händen hatte hielt ich für Normalzustand. "Meine Haare sind halt so." Das einzige Zerstörerische das ich nicht (mehr) getan habe war blondieren/färben, Hitzebehandlungen oder viel Chlor.

Als ich dann ins LHN kam und erstmals wirklich etwas über Haare lernte wurde mir klar was ich da angerichtet hatte. Und ich musste mich entscheiden, ob ich das alles wegschneiden und von vorne starten will oder mich mit den Altschäden durchschlage so lange es geht und die Schäden langsam rauszüchte. Ich hab zweiteres gemacht. Aber ich hab einfach den Eindruck, jetzt holen die Schäden mich endgültig ein und meine unteren Längen haben ihr Limit erreicht.
Deshalb hatte ich beim letzten Post ausgerechnet, wo ungefähr die Grenze liegen müsste zwischen den Haaren vor dem LHN und Pflege und den Haaren danach. Bei mir müsste der Unterschied im Haarzustand wirklich sehr stark sein - so ähnlich wie bei manchen Leuten mit stark strapazierten Blondierleichen.
Das zusammen mit dem HA sorgt für frustrierende Zustände. Wenn die Haare von oben weniger werden und starken Taper kriegen und gleichzeitig von unten wegbrechen oder weggeschnitten werden müssen weil sie massiv splissen.

Deshalb denke ich inzwischen, ich sollte dankbar sein, dass meine beschädigten Längen noch so lange durchgehalten haben und ich die ganze Übergangszeit mehr oder weniger langhaarig verbringen durfte, anstatt kurz zu schneiden und jetzt gerade mal irgendwo mitte Rücken zu sein und gerade erst die ersten richtigen Hochsteckfrisuren zu schaffen, nach 3 Jahren betüdeln. :)
Und wenn ich zurückschneide auf Midback oder Taille, dann habe ich längentechnisch zwar keinen "Fortschritt" seit 2020, aber auch nie einen Rückschritt auf kurz oder halblang. Und ich hab eine Menge Erfahrungen gesammelt im Handling und Pflege und mit meinem Haarwerkzeug und Haarschmuck usw. Ich bin gewissermaßen optimal ausgestattet für den zweiten Anlauf Richtung "Überlänge". =)

Ein paar dieser Gedanken sind mir jetzt gerade erst gekommen beim Schreiben. Aber dieser Standpunkt gefällt mir, das fühlt sich viel positiver und fröhlicher an als der von meinem letzten Post. :)

Die Fakten zum Zustand, soweit mir bekannt:
Vor zwei Jahren hatte ich über den ganzen Rücken bis fast zur Hüfte blickdichte Haare und jetzt sind ab Taille nur noch sehr dünne Enden da und richtige Lücken wenn ich sie offen habe. Im Nacken ist es fast gleich geblieben, da zwischen den beiden Haarausfällen gerade genug Zeit lag, dass der Neuwuchs von HA1 großteils im Nacken angekommen war als HA2 startete. Aber in den Längen weiter unten hat der Taper rapide zugenommen. So dass ich irgendwo in der Mitte innerhalb von 10 cm geschätzt 2/3 Dicke einbüße. Und das war nicht mal mein Wert, das hat mein Mann gesagt als ich ihn um eine Schätzung gebeten habe. Und auf den 10 cm danach wieder.

Das ist frustrierend. Eben auch weil durch die Differenz von ZU im Nacken und ZU ein Stück weiter unten alle Dutts unförmig werden. Auch wenn ich das auf zwei Stränge aufteile, dann hab ich das Gleiche halt in zwei Mal.
Hier mal ein Foto von vom Frühling, wo man den unteren Teil meiner zwei Zöpfe sehen kann. Vor zwei Jahren war das Ende eines solchen Zopfes so dick wie jetzt das Ende eines Zopfes mit allen Haaren - und jetzt habe ich eine wesentlich längere Quaste, weil es zu dünn wird um zu flechten. Es ist also nicht einfach so, dass die Spitzen weiter unten dünner werden. Die Haare sind jetzt auf Taillenlänge halb so dick wie zu der Zeit, als meine Spitzen auf Taillenlänge waren.

Foto Zöpfe


Foto Rose Bun aus verschiedenen Winkeln (Ein ähnliches Ergebnis bei mehreren Versuchen, es war also auch nicht einfach nur ein Frisurenfail. Wer einen Vergleich will wie der früher bei mir aussah, auf der ersten Seite unter Frisurengalerie gibts ein Foto.)


Zum Vergleich: einmal August 2021 - vermutlich mein bester Haarzustand bisher. Dann einmal September 2022, HA1 schon am Werk. Und einmal August 2023, das ist jetzt. Unter Berücksichtigung dass der helle Untergrund von Bild 1 und 3 eher nachteilig und der dunkle Untergrund von Bild 2 eher schmeichelhaft auf die Haarfülle wirkt.



Update, der obige Text wurde vor ca 2 Wochen geschrieben, heute haben wir dann endlich tatsächlich geschnitten. Nochmal ein Foto davor, auf dunklem Hintergrund. Und eines nach dem Schnitt. Gemessen 110 cm (wenige Haare bis 112). Dann abgeschnitten auf 88 cm. Damit bin ich ziemlich genau auf der Länge mit der ich vor 3 Jahren ins Forum gekommen bin. Und das letzte Mal hatte ich diese Länge vor ziemlich exakt 2 Jahren, laut meiner Dokumentation Juli 2021.



Im Spiegel und beim Durchkämmen fühlt es sich merkwürdig kurz an. Definitiv viel kürzer als es mir damals vorkam. :lol: Aber wieder viel geschmeidiger und eine faszinierend dicke Kante/Enden. LWB hält noch ohne Problem.
Ich bin gespannt, wie es demnächst weitergeht, ich werde mich bemühen gut zu pflegen und hoffe, dass es schnell und gesund wieder wächst - und kein weiterer Haarausfall dazukommt.



Ansonsten gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu erzählen, über Pflege, Werkzeuge und Erkenntnisse. Das meist ist schon vorgeschrieben, aber ich mache demnächst einen neuen Beitrag daraus, sonst wird das hier zu lang. Schließlich dokumentiere ich immer sehr detailliert... :roll: :lol:
(wie viele Leute hier im Forum kriegen eigentlich regelmäßig bei TB-Einträgen die Meldung, ihr Beitrag enthalte zu viele Zeichen? :lol: )

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BeitragVerfasst: 28.08.2023, 13:57 
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Hallo Feuertänzerin,

toll sieht dein neuer Schnitt aus. Bei mir dürfte bis Taille auch noch alles blickdicht sein. :lol: Und deine Haare glänzen auf den Bildern so schön. :D

Ich hab momentan auch keine gut kämmbaren Haare und muss mich immer zwingen, langsam zu kämmen und zu bürsten, das macht viel aus. Ich bin aber auch zu faul, die Essig-Mayo-Methode anzuwenden, die mir vor ca. zwei Monaten Traumhaare beschert hatte - weil das eben einen halben Tag bzw. die Nacht über dauert und ich dafür momentan keinen Nerv habe. :schwitz:

Meine TTs sind alle gratfrei, das habe ich überprüft, habe sie vor ca. zwei Jahren gekauft. Ich schau sie mir aber auch beim Kauf an, auch wenn ich dafür an die Verpackung muss - das ist es mir wert, da ist mir auch egal, wenn eine Verkäuferin was sagen würde.

Bisher habe ich keine Meldung darüber bekommen, dass meine Beiträge zu lang seien, aber von anderen Foren kenne ich die Obergrenze von 200 000 Zeichen. :kniep:

So, und jetzt kannste den Rest schreiben, und es wird also kein Doppelpost mehr sein. :lol: Und ich freu mich auf deine Bananenforschung. =P~

LG
Fornarina

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BeitragVerfasst: 28.08.2023, 14:01 
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Haarschäden rauswachsen lassen ist teilweise eine echten Nervenprobe und unheimliche Geduldssache.
Du hast da auf jeden Fall mehr Geduld gehabt als ich. :)
Die richtige Pflege und Handhabung haben sehr viel Einfluss auf den Haarzustand, das musste ich auch erst lernen.

Der Schnitt jetzt ist aber ebenfalls ziemlich mutig. Da sind ja doch einige Zentimeter abgekommen. Auf schwarz sieht man auf dem Bild man auch gar nicht, dass sie unten wesentlich dünner waren, aber es ist ja leider nicht alles so gnädig wie schwarz.
Ich freue mich aber dass du noch gut hochstecken kannst und die Haare nicht mehr so kletten. Außerdem drücke ich die Daumen, dass die Haarausfallschäden auch schnell verschwinden und der Neuwuchs zügig nach unten wächst.

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BeitragVerfasst: 01.09.2023, 16:20 
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liebe @Feuertänzerin,
ich finde es echt verrückt, dass die Haare einem die Schäden so lange nicht verzeihen.. ich glaube da ist man (bzw. ich in dem Fall) vielleicht manchmal arg von der Werbung beeinflusst, die einen glauben lässt, die Haare lassen sich so einfach "magisch" reparieren.. deswegen finde ich es spannend hier bei dir zu lesen, dass die Schäden einen trotz intensiver und guter Pflege einholen - auch wenn es mir leid tut, dass es bei dir ein schwieriger Zustand ist bzw. war :/
aber ich finde auch, dass dein neuer Beitrag optimistischer und wieder freudiger gegenüber den Haaren klingt als der letzte, den ich von dir gelesen habe - das ist doch schön :) und sehr schön ist auch der Schnitt geworden, finde ich! ich glaube für ein ungeübtes Auge macht es auch gar keinen großen Unterschied, natürlich für einen selbst dann schon, aber wenn sie so dick & gesund nachwachsen wie sie jetzt sind kann man sich doch gar nicht beschweren ;> ich drück dir die Daumen dafür & ganz viel Freude daran!

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Mein Tagebuch: http://www.langhaarnetzwerk.de/phpBB3/viewtopic.php?f=21&t=33929


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