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BeitragVerfasst: 09.01.2023, 19:54 
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Hallo!

Da ich mein Henna doch sehr vermisse und ich durch die letzte Hennafärbung sehr an Haarqualität eingebüßt habe, sodass ein großer Schnitt erfolgt ist, suche ich nicht nur eine Alternative zu Henna, sondern auch zu synthetisch hergestellter Frisörhaarfarbe. Bei „Chemie“-Farbe war für mich immer das Problem, dass alle rot-, Kupfer- oder Orangetöne zu künstlich ausgefallen sind. Hennarot hat mir immer sehr geschmeichelt. Das Auswachsen war auch immer halb so schlimm. Da heißt es zwar die ersten Monate Zähne zusammenbeißen, aber im Endeffekt hat sich der Übergang immer schön verwaschen ;) Insofern habe ich die Hoffnung ähnlich natürlichere Farbergebnisse mit anderen Farbstoffen zu erzielen. Meine Färbepläne sind zwar nicht akut, aber ich kenne mich inzwischen. Irgendwann muss es wieder sein :lol:

Im Internet bin ich über folgende Produkte gestolpert:

Von „Phitofilos“ - Pulver aus rotem Sandelholz. Hier wird aber empfohlen das Pulver nicht pur zu verwenden, da es eher beigemengt zu Henna werden soll um kühlere Farbreflexe zu erzeugen.

Kamalpulver - klingt von der Beschreibung zu Anwendung und Ergebnis ähnlich wie Henna. Hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?

Majistha/Robbia - wird auf deutsch „Färberwurzel“ genannt und sorgt laut Hersteller für kirschrote Nuancen.

Alkanna-Pulver soll für rot-violett Töne gut sein. Habe auch noch nie etwas davon gehört.

Färberkrapp-Pulver wird ebenso von „Phitofilos“ angeboten. Ich kann mich täuschen, wird aber nicht auch bei Textilien von der Verwendung von Färberkrapp abgeraten, da eine karzinogene Wirkung festgestellt wurde?

All die oben genannten Färbemittel werden über ecco-verde.at vertrieben. Mich würde interessieren ob und wie sehr diese Alternativen tatsächlich färben, ob die Farbe dann auch haltbar ist und ob es da gesundheitliche Bedenken gibt? (Abgesehen von der Möglichkeit dass man auf Farbstoffe allergisch reagieren kann)
Ich will also keine Werbung für die Produkte machen, sondern bin auf Erfahrungsberichte und Expertenmeinungen gespannt! Solltet ihr sonst noch irgendwelche Alternativen kennen- ich würde mich freuen!

Und zu guter letzt: Kann man mit Eisenoxid, daher Rost Haare färben? Ich habe übers Hörsagen mal mitbekommen, dass anscheinend eine Bekannte von Bekannten im Mittelalterverein eine Haarfärbung damit ausprobiert hat und die Farbe so haltbar war, dass sie sie auch wieder rauswachsen lassen musste. Wie das aber beim Hörsagen nunmal so ist, bleibe ich dem gegenüber kritisch eingestellt ;)

Edit:: ergänzt

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BeitragVerfasst: 10.01.2023, 03:06 
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Hallo Kupferacetat, ich habe auch gelesen, dass von Färberkrapp abgeraten wird. Vor Urzeiten habe ich je 1 Färbeversuch mit Färberkrapp und Alkanna gemacht, ich hatte Rezepte bei denen jeweils mit Alkohol angesetzt wurde. Die Färbewirkung war nicht berauschend. Es blieb bei dem jeweiligen einen Versuch.

Eisenoxid würde ich persönlich nicht nehmen, ist aber nur mein Gefühl, das mir abrät.

Ich habe kürzlich Sumach gekauft und hatte es (wahrscheinlich falsch?) in Erinnerung, dass du es auch schon mal erwähnt hast. Man kann es wohl auch zum Rotfärben verwenden, es soll außerdem gegen Haarausfall helfen. Ich habe es aus Zeitmangel leider noch nicht testen können.

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BeitragVerfasst: 10.01.2023, 09:14 
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Hallo Anja!
Danke für deine Antwort :D Interessant, dass du deine Mischungen mit Alkohol angesetzt hast. Ich hätte zum Beispiel beim Henna noch nie von der Methode gehört? Weißt du zufällig noch warum das so war? Wurde das zum lösen von Fabrpigmenten aus den jeweiligen (ich nehme an) Pulvern empfohlen?

Das Bauchgefühl bei Eisenoxid verstehe ich. Allein wie trocken und matte die Hände sind, wenn man länger rostige Gegenstände in der Hand hat sind eher abschreckend.

Nein, die Idee zu Sumach stammt nicht von mir :kicher: klingt aber interessant! Viele rühren ihr Henna ja gerne sauer an. Die Säure ist dem Gewürz eigen. Wir kochen gerne türkisch, da passt Sumach immer gut zu Fleisch, Gemüse oder einfach in eine Joghurt Sauce gerührt, deswegen steht das Gewürz auch bei uns in der Küche.
Vielleicht probiere ich mal einen alten weißen Stofffetzen damit zu färben und schaue, was für ein Farbergebnis dabei erzielt wird?

Zu möglichen weiteren Alternativen: Johanniskraut hat ja auch stark färbende Eigenschaften. Da muss man ja schon aufpassen, wenn man mit den gelben Blüten hantiert, da ja rote Finger gerne das Ergebnis sind. Ich habe eben nachgelesen, auf manchen Websiten wird eine Haarspülung damit empfohlen, wenn man rote Haare möchte.
Die Websiten sind aber allesamt nicht wissenschaftlich gehalten, sondern sind eher so Sammelsurien von abgetippten Tipps zu Hausmittelchen. Muss nicht heißen, dass da nichts dran ist. Aber auch da bin ich immer ein bisschen skeptisch.
Nur weil etwas aus der Natur ist, heißt es noch lange nicht, dass es auch ungefährlich oder gar gesund ist ;)

Hier ein Beispiel:
https://www.meinbezirk.at/kirchdorf/c-l ... us_a348125

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BeitragVerfasst: 10.01.2023, 11:15 
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Hallo Kupferacetat, nein, beim Henna habe ich auch noch nichts vom alkoholischen Auszug gelesen. Ich meine, ich habe es mit Färberkrapp und Alkanna nach einem uralten Hobbythek Rezept gemacht, ich habe es so in Erinnerung, dass mit Alkohol mehr Farbpigmente herausgelöst werden.

Ansonsten habe ich auch schon mit getrocknetem Rote Bete Pulver gefärbt, ich meine aber, das hielt sich nicht dauerhaft.

Bei meiner nächsten Hennafärbung werde ich Sumach hinzufügen, mal schauen, ob es einen Unterschied macht. :)

Meine Haare haben zum Glück keine Probleme mit Henna, ich habe eher das Gefühl, dass es sie schützt. Bei grobgemahlenem Pulver kann ich mir aber vorstellen, dass der Abrieb beim Auftragen und Ausspülen nicht so toll ist. Ich kaufe schon eine Weile Henna von Light Mountain, es ist super fein und lässt sich leicht ausspülen.

Ansonsten fällt mir noch roter Johannisbeersaft ein. Er färbt auch gut, wie es mit der Haltbarkeit ist, weiß ich leider nicht mehr.

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BeitragVerfasst: 13.01.2023, 08:56 
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Hallo!

Das zur roten Beete habe ich auch schon gehört, Anleitungen dazu kursieren seit einiger Zeit auch im Internet. Scheinbar kommt da ein eher heller Rosafarbton dabei raus, der sich aber tatsächlich nur ein bis zwei Wäschen in den Haaren hält.

Ich bin gespannt auf dein Experiment mit Sumach, bitte berichte dann :D

Da hast du Glück mit dem Henna, das berichten viele hier und ich wünschte, es wäre bei mir genauso :)
Da meine Haare aber auch sofort mit Spliss und Brösel auf Weizenproteine und hohe von Milchproteinen reagieren, (Joghurt und Ziegenilchkuren haben sich bei mir als wahre Alpträume entpuppt) kann ich mir gut vorstellen, dass da Henna da ähnlich auf meine Haare wirkt. Es berichten ja viele, die gerne Proteine in der Haarpflege verwenden, dass Henna bei ihnen sehr gut wirkt :)

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BeitragVerfasst: 13.01.2023, 17:17 
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Hey Kupferacetat,

wären ggf die Farben von Radico was? Ich habe tatsächlich keine genaue Ahnung, ob die Henna enthalten. Meine Erinnerung ist da nur, dass sie hier mal eine Weile lang sehr beliebt waren.
Sonst kenne ich leider nicht so viel im Bereich PHF, da ich eigentlich nur mit Henna gefärbt habe. Mittlerweile bin ich aber wieder zurück zur Chemie und habe da einen Ton gefunden, der meinen Hennahaaren sehr ähnelt und habe daher wenig Experimente hinter mir.
Ich kann mir bei Rost allerdings nicht vorstellen, dass das wirklich haltbar färbt und nicht schädigend ist, wenn ich ehrlich bin...

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BeitragVerfasst: 13.01.2023, 17:55 
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Ist Henna, ja. (Weinrot war das beste Henna, das ich je hatte, keine Ahnung wie die das machen :lol: )

Ich les auch mal mit hier, meine letzte Henna-Aktion ist auch nicht grad berauschend gewesen. Nur fürchte ich, für alles andere werd ich eh zu faul sein … :roll:

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BeitragVerfasst: 19.01.2023, 13:14 
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Hier mal ein Link zum Färben mit Rubia cordifolia, es färbt wohl nur kirschrot, wenn es im basichen Bereich angerührt wird. Daher habe ich es auch noch nicht ausprobiert, in fertigen PHF-Mischungen ist es immer mit Amla gemischt, was sauer ist, und da gab es bei mir bisher keine berauschende Wirkung

https://www.shortcurlyhaircuts.net/robbia-how-to-dye-your-hair-with-red-using-dyeing-herbs/?cn-reloaded=1&cn-reloaded=1

Ich habe kürzlich auch etwas gelesen über das Mischen von Blaubeersaft mit Haarspülung, leider finde ich die website nicht wieder. Das hatte in dem Test funktioniert, aber es kommt darauf an, dass man diese Mischung 12h lang einwirken lassen muss. Nach einer h oder so könne man die Überschüsse mit den Händen abstreifen, so dass es nicht mehr tropft, darf aber eben 12h lang nicht ausspülen. Das wollte ich demnächst mal ausprobieren. Wäscht sich aber wohl wieder raus, es sei denn bei stark blondiertem Haar oder so...

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BeitragVerfasst: 19.01.2023, 16:26 
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@Fluse ja, ich bin mir auch nicht sicher, wie viel Zeit und Muße ich haben werde um die Rezepte auszuprobieren :kicher:
Nachdem ich online kaum etwas zu getrockneten Johanniskrautblüten gefunden hab (und wenn, dann wollten die 4€ pro Gramm!!) habe ich in der Apotheke nachgefragt. Die hatten auch nix. Naja, muss ich halt im Frühling/Sommer selber auf die Jagd gehen :lol:

@Aerle Super! Danke für die Information! Eigenartig, wenn Rubia Cordifolia nur im basischen Bereich färbt und dann mit etwas saurem vermengt wird. Ist ja irgendwie kontraproduktiv …?
Blaubeerenflecken gehen dafür aus Kleidung kaum raus :kicher: Bitte gib Bescheid, wie das Ergebnis dann aussieht. Ich bin sehr gespannt :D

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BeitragVerfasst: 04.03.2023, 18:48 
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Mein Sumach Experiment liegt nun schon ein paar Wochen zurück. Bei ersten Mal habe ich nur 1 Eßlöffel mit kochendem Wasser übergossen und einen Tag ziehen lassen. Es hat nur sehr schwach gefärbt, wie ein ganz dünner Hagebuttentee. Ich habe es dann als Rinse verwendet, ich konnte keinerlei Wirkung feststellen. Dann habe ich 1 Eßlöffel zu meinem Henna hinzugefügt, auch da konnte ich nichts feststellen. Vielleicht muss man mehr nehmen und es vielleicht mal eine Viertelstunde richtig kochen.

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